https://www.faz.net/-gpf-a0oks

Abermalige Zuspitzung möglich : Washington nimmt weitere chinesische Staatsmedien ins Visier

  • Aktualisiert am

Die Medien sind ein weiteres Feld, auf dem der Gegensatz zwischen Amerika und China ausgetragen wird. Bild: AP

Eine neue Eskalationsrunde könnte bevorstehen: Als Trumps Außenministerium das erste Mal die Aufsicht über chinesische Staatsmedien verstärkt hatte, mussten amerikanische Journalisten China verlassen.

          1 Min.

          Die amerikanische Regierung verstärkt die Aufsicht über weitere chinesische Staatsmedien in den Vereinigten Staaten. Künftig würden auch der Fernsehsender China Central Television, die Nachrichtenagentur China News Service sowie die Zeitungen „People’s Daily“ und „Global Times“ als ausländische Vertretungen eingestuft, teilte das Außenministerium in Washington am Montag mit. Es handele sich um „Propagandaeinrichtungen“, die der chinesischen Regierung unterstünden.

          Die neu als ausländische Vertretungen eingestuften Medienorganisationen müssen den Angaben zufolge dem amerikanischen Außenministerium Details zu ihrem Personal in den Vereinigten Staaten sowie zu Immobilienangelegenheiten offenlegen. Ihre Möglichkeiten der Berichterstattung würden jedoch nicht eingeschränkt, betonte das State Department in seiner Erklärung.

          Beginn einer neuen Eskalationsrunde?

          Im Frühjahr hatte Washington nach diesem Muster bereits fünf andere chinesische Staatsmedien, darunter die Nachrichtenagentur Xinhua, den Fernsehsender CGTN und die Zeitung „China Daily“, als ausländische Vertretungen eingestuft.

          Nachdem China daraufhin Korrespondenten des „Wall Street Journal“ auswies, mussten diese Medien ihre Mitarbeiterzahl reduzieren und detaillierte Angaben zu den verbliebenen Mitarbeitern machen.

          Im Gegenzug sorgte China wiederum dafür, dass weitere Journalisten der amerikanischen Medien „New York Times“, „Washington Post“ und „Wall Street Journal“ das Land verlassen mussten.

          Weitere Themen

          Konflikt um Nagornyi Karabach eskaliert weiter Video-Seite öffnen

          Armenien gegen Aserbaidschan : Konflikt um Nagornyi Karabach eskaliert weiter

          Der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan über die Region Nagornyi Karabach eskaliert weiter. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron warf der Türkei vor, dschihadistische Kämpfer aus Syrien über ihr Staatsgebiet nach Nagornyi Karabach reisen zu lassen, um Aserbaidschan zu unterstützen.

          Topmeldungen

          Spuren der Verwüstung: Ein Mann steht in einem zerstörten Mehrfamilienhaus in Tartar, Aserbaidschan.

          Rohstoffförderer Aserbaidschan : Der Krieg einer Öl-Macht

          Aserbaidschan liefert wichtige Rohstoffe nach Europa. Ein militärischer Konflikt mit Armenien könnte die Handelsbeziehungen nun gefährden. Die Türkei will das verhindern – aus eigenem Interesse.
          Französische Sicherheitskräfte nach dem Messerangriff vor dem früheren Redaktionsgebäude der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ in Paris

          Regierung in Paris alarmiert : Von Islamisten unterwandert

          Der Islamismus breitet sich in der französischen Gesellschaft immer weiter aus und dominiert mittlerweile ganze Stadtviertel. Die Regierung in Paris will ihn mit schärferen Gesetzen zurückdrängen.
          Ein Schlauchboot, mit dem Migranten über den Ärmelkanal nach Großbritannien übergesetzt sind.

          London will abschrecken : Fähren für Asylbewerber?

          Immer mehr Migranten erreichen Großbritannien über den Ärmelkanal. Die Regierung will die Migration jetzt eindämmen. Auch die Einrichtung von Asylzentren auf Papua Neuguinea soll dafür im Gespräch gewesen sein.
          Ein Demonstrant der rechten „Proud Boys“ diskutiert am 26. September in Portland mit einem Gegendemonstranten.

          Nach TV-Duell : Selbst Republikaner kritisieren Trump

          Nach der ersten Fernsehdebatte präsentiert sich Präsident Donald Trump als Sieger des Duells mit Joe Biden. Doch sogar ranghohe Republikaner gehen auf Distanz.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.