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Spenden nach Ginsburgs Tod : Die Angst, die großzügig macht

Ein Mann in Kentucky fordert am Wochenende, Ruth Bader Ginsburgs Vermächtnis zu bewahren und Mitch McConnell abzuwählen Bild: Reuters

Kaum war Ruth Bader Ginsburg tot, flossen demokratischen Wahlkämpfern Spenden in Millionenhöhe zu – mehr denn je. Fällt Trumps Supreme-Court-Plan den Republikanern auf die Füße?

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          Nach dem Tod der amerikanischen Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg haben linksliberale Amerikaner binnen drei Tagen vermutlich weit mehr als 160 Millionen Dollar gespendet, um Kandidaten der Demokraten und deren Anliegen zu unterstützen. Diese Summe allein erreichte die Onlineplattform ActBlue, über die entsprechende Kampagnen im Internet Spenden sammeln. Allein am Samstag kamen nach Angaben der Organisation 70,6 Millionen Dollar zusammen, davon 6,3 Millionen in der ersten Stunde, nachdem der Tod Bader Ginsburgs bekanntgegeben wurde. Nie zuvor wurde in so kurzer Zeit so viel Geld gespendet.

          Oliver Kühn

          Redakteur in der Politik.

          Die Zahlen zeigen, welche Bedeutung viele Amerikaner dem Obersten Gerichtshof zumessen. Wenn die Republikaner im Senat es schaffen, eine Abstimmung über eine Kandidatin des Präsidenten Donald Trump noch in diesem Jahr abzuhalten, hätte das Verfassungsgericht vermutlich auf lange Zeit eine stabile konservative Mehrheit. Drei linksliberalen Richtern stünden sechs Konservative gegenüber. Die Demokraten befürchten Angriffe auf das Abtreibungsrecht und das unter Präsident Obama verabschiedete Krankenversicherungssystem. Ginsburg, vielen jungen Leuten bekannt als RBG, wurde im linken Lager als Vorreiterin des Feminismus bewundert. Die Spenden wurden unter dem Aufruf „Schützt RBGs Vermächtnis“ eingeworben.

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