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Trump und die Mortalitätsrate : Ist Corona in Amerika weniger lebensgefährlich?

Unbekümmert in die Krise: Ende Juni strömten die Menschen im kalifornischen Huntington Beach an den Strand. Bild: AP

Amerika zählt drei Millionen Infizierte. Jeden Tag werden neue Infektionsrekorde verkündet. Trump aber behauptet, dass die Gefahren für Erkrankte kleiner seien als überall sonst. Geben die Zahlen das her?

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          Eines hat die Covid-19-Pandemie in den vergangenen Wochen immer wieder gezeigt: Numerische Zusammenhänge und Entwicklungen erschließen sich oft nicht auf den ersten Blick. Deshalb kann auch Donald Trump hoffen, dass seine neuesten Tweets zum Thema verfangen.

          Sibylle Anderl

          Redakteurin im Feuilleton.

          Andreas Ross

          Verantwortlicher Redakteur für Politik Online und stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Nachrichten.

          Der amerikanische Präsident erweckt darin den Eindruck, dass Corona-Infektionen nirgends auf der Welt so glimpflich verliefen wie in den Vereinigten Staaten. „Wir haben die niedrigste Mortalitätsrate der Welt“, brüstete sich der Präsident am Dienstag. Weil das in dieser Absolutheit leicht als Falschbehauptung zu entlarven war, schwächte er sie tags drauf leicht ab, sattelte dafür aber rhetorisch drauf: „Mortalitätsrate des China-Virus zählt zu den NIEDRIGSTEN aller Länder“, twitterte Trump am Mittwoch.

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