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Trumps Drohung an Erdogan : Unter Verbündeten

  • -Aktualisiert am

Der amerikanische Präsident Donald Trump Bild: Reuters

Trumps Drohung, die Türkei ökonomisch zu „zerstören“, ist leicht zu durchschauen: Ihre Ursache liegt in einem gravierenden strategischen Fehler, den er mit seinem Rückzug aus Syrien begangen hat.

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          Es ist immer wieder erstaunlich, wie der amerikanische Präsident Donald Trump mit Verbündeten umspringt. In der langen Geschichte der Nato ist es vermutlich noch nie vorgekommen, dass ein Mitgliedsland dem anderen mit der „ökonomischen Zerstörung“ droht. Wenn überhaupt, dann hat man Drohungen in der westlichen Allianz bisher nur an gemeinsame Gegner gerichtet.

          Die Kosten in die Höhe treiben

          Der Vorgang ist leicht zu durchschauen: Seine Ursache liegt in einem gravierenden strategischen Fehler, den Trump mit seiner undurchdachten und unabgestimmten Rückzugspolitik aus Syrien begangen hat. Um doch noch zu verhindern, dass die Türkei das Machtvakuum füllt, das Trump in den Kurdengebieten unweigerlich hinterlassen wird, versucht er nun, die Kosten für den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in die Höhe zu treiben.

          Aber die Episode sagt auch viel über den Zustand der Nato aus, die in diesem Jahr ihr siebzigjähriges Bestehen feiern wird. Der Geist der Solidarität, der die Allianz durch den Kalten Krieg und die Einsätze der vergangenen Jahre getragen hat, ist verflogen. Darauf wird auch die deutsche Verteidigungspolitik reagieren müssen.

          Nikolas Busse

          Verantwortlicher Redakteur für Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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