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Russland-Affäre : Geheimdienstausschuss lädt Flynn und Trump-Anwalt Cohen vor

  • Aktualisiert am

Michael Cohen, Anwalt des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, wurde vom Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses vorgeladen. Bild: AP

Michael Cohen war jahrelang der Hauptanwalt von Trumps Immobilien- und Unterhaltungsgruppe. Jetzt soll er zur Russland-Affäre aussagen. Auch der ehemalige Sicherheitsberater des Präsidenten, Flynn, ist geladen.

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          In der Affäre um unbotmäßige Kontakte zu Russland hat der Geheimdienstausschuss des amerikanischen Repräsentantenhauses den ehemaligen Sicherheitsberater der Regierung, Michael Flynn, vorgeladen. Flynn sei aufgefordert worden, vor dem Komitee auszusagen und Dokumente bereitzustellen, teilten die Ausschussvorsitzenden am Mittwochabend (Ortszeit)  mit. Dieselbe Aufforderung ging demnach auch an den langjährigen Anwalt von Präsident Donald Trump, Michael Cohen.

          Der republikanische Ausschussvorsitzende Mike Conaway und der demokratische Obmann Adam Schiff erklärten, „wir hoffen und erwarten, dass jeder, der aufgerufen ist auszusagen oder Dokumente zu liefern, dies tun wird".

          Flynn war bereits vom Geheimdienstausschuss des Senats aufgefordert worden, Dokumente bereitzustellen. Dazu hat er sich laut Medienberichten mittlerweile bereit erklärt – nachdem er sich zunächst geweigert hatte. Flynn war im Februar von seinem Amt als nationaler Sicherheitsberater zurückgetreten, nachdem bekannt geworden war, dass er über Kontakte zum russischen Botschafter gelogen hatte.

          Gründe für Cohens Vorladung unklar

          Anders als bei Flynn, der als Schlüsselfigur der Russland-Affäre gilt, sind die Gründe, weshalb Trumps persönlicher Anwalt vor den Ausschuss zitiert wird, bislang nicht bekannt. Cohen war jahrelang der Hauptanwalt der Trump Organization, der New Yorker Immobilien- und Unterhaltungsgruppe des Präsidenten.

          Zuvor hatte der Sender CNN berichtet, dass der von Trump gefeuerte FBI-Chef James Comey bereit sei, ab nächster Woche in einer öffentlichen Sitzung im Senat auszusagen. Dabei wolle Comey die Berichte bestätigen, dass Trump ihn bedrängt habe, einen Teil der Ermittlungen zu der Russland-Affäre einzustellen.

          Die Geheimdienstausschüsse im Senat und Repräsentantenhaus untersuchen eine mögliche russische Einflussnahme auf den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf im vergangenen Jahr. Der Kreml soll versucht haben, den Wahlkampf zugunsten Trumps zu beeinflussen. Die Bundespolizei FBI ermittelt in diesem Zusammenhang, ob es Absprachen des Wahlkampflagers des Republikaners mit Russland gegeben hat.

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