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Geküsst und begrapscht : Model wirft Trump sexuellen Übergriff vor

  • Aktualisiert am

Donald Trump am Mittwoch in Washington Bild: AFP

Der damalige Immobilienmagnat habe ihr 1997 die „Zunge in den Hals geschoben“ und sie angefasst, berichtet das frühere Modell Amy Dorris. Die Anwälte des Präsidenten weisen die Anschuldigungen zurück. Dafür gebe es keine Zeugen.

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          Der amerikanische Präsident Donald Trump ist abermals eines sexuellen Übergriffs beschuldigt worden: Das ehemalige Model Amy Dorris warf Trump in einem Interview mit der britischen Zeitung „The Guardian“ vor, sie während des Tennisturniers US Open in New York 1997 begrapscht und gewaltsam geküsst zu haben. Der Präsident ließ die Anschuldigungen über seine Anwälte zurückweisen.

          „Er schob mir einfach seine Zunge in den Hals, und ich stieß ihn weg“, schilderte Dorris den Vorfall in Trumps VIP-Suite. Dann habe der damalige Immobilien-Mogul sie fester umgriffen, so dass sie sich nicht mehr befreien konnte. „Seine Hände waren überall. Auf meinem Hintern, meinen Brüsten, meinem Rücken, überall“, berichtete die 48 Jahre alte Frau. Sie habe ihn aufgefordert aufzuhören, aber „das war ihm egal“.

          Das frühere Model war zum Zeitpunkt des mutmaßlichen Übergriffs 24 Jahre alt. Trump war damals 51 und mit seiner zweiten Frau Marla Maples verheiratet. Dorris legte dem „Guardian“ mehrere Fotos vor, auf denen sie in Gesellschaft Trumps zu sehen ist. Zudem bestätigten mehrere Menschen aus Dorris‘ Umfeld, dass das Model ihnen damals von dem Vorfall erzählt habe.

          Auf die Frage, warum sie sich in den Tagen danach weiterhin in Trumps Nähe aufhielt, antwortete Dorris: „Das passiert, wenn etwas Traumatisches passiert – man erstarrt.“ Sie habe sich nun entschlossen, an die Öffentlichkeit zu gehen, da sie ein Vorbild für ihre Zwillingstöchter im Teenager-Alter sein wolle. „Ich bin es leid, dass er damit durchkommt“, sagte Dorris.

          Trumps Anwälte wiesen die Vorwürfe gegenüber der Zeitung zurück. Sie bezeichneten Dorris’ Version als unglaubwürdig und erklärten, falls sich der Vorfall so zugetragen hätte, hätte es weitere Zeugen geben müssen.

          Mehr als ein Dutzend Frauen haben Trump bereits sexueller Übergriffe beschuldigt. Vergangenes Jahr hatte die Journalistin E. Jean Carroll dem Republikaner vorgeworfen, sie in den neunziger Jahren in der Umkleidekabine eines Kaufhauses vergewaltigt zu haben.

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