https://www.faz.net/-gpf-a1eeu

Wahlkampfthema in Amerika : Biden will Kampf gegen Klimawandel wieder ernst nehmen

  • Aktualisiert am

Joe Biden hält seine Rede in der Stadt Wilmington. Bild: AP

Energetische Sanierung, Elektromobilität, CO2-freie Stromerzeugung: Joe Biden zählt auf, was Amerika mit ihm als Präsident schaffen könnte. Donald Trump reagiert prompt.

          1 Min.

          Der designierte Präsidentschaftskandidat der amerikanischen Demokraten, Joe Biden, hat ein entschiedenes Handeln im Kampf gegen den Klimawandel versprochen. „Es gibt keine folgenschwerere Herausforderung, der wir uns im nächsten Jahrzehnt stellen müssen, als die hereinbrechende Klimakrise“, sagte Biden am Dienstag bei einem Auftritt in Wilmington (Delaware). „Wenn sie nicht eingedämmt wird, ist sie buchstäblich eine existenzielle Bedrohung für die Gesundheit unseres Planeten und für unser Überleben.“

          Biden machte deutlich, dass nicht viel Zeit zum Handeln sei, sollte er bei der Wahl am 3. November gewählt werden und Donald Trump als Präsident ablösen. Wissenschaftlern zufolge blieben noch neun Jahre, um unwiderruflichen Schaden zu verhindern, sagte Biden. Deswegen wolle er in seiner ersten Amtszeit Ergebnisse liefern: Biden versprach, dass vier Millionen Gebäude im ganzen Land energetisch saniert werden sollen, was mindestens eine Million Arbeitsplätze schaffen würde. Weitere Jobs solle ein Ausbau der Elektromobilität bringen.

          CO2-neutrale Stromerzeugung bis 2035 versprochen

          „Wenn Donald Trump an Klimawandel denkt, ist das einzige Wort, das er aufbringen kann, ‚Scherz‛“, kritisierte Biden. Er dagegen denke an Arbeitsplätze. Er wolle als Präsident „den Weg dafür ebnen, dass die Vereinigten Staaten bis spätestens 2050 ihre CO2-Emissionen auf netto Null drücken. Bis 2035 solle die Stromerzeugung frei von CO2-Emissionen sein.

          Biden will das Land zudem zurück in das Klimaabkommen von Paris führen. Trumps Regierung hatte den Vertrag aufgekündigt – wirksam wird die Kündigung aber erst am Tag nach der Präsidentenwahl am 3. November.

          Trump reagierte auf die Aussagen von Biden mit scharfer Kritik. Der Kampf gegen den Klimawandel werde Amerikas Energieversorgung kaputtmachen und zahllose Jobs vernichten, warnte er am Dienstagabend. Bidens Umweltpolitik werde „das Land zerstören“ und Amerikas Wettbewerbsfähigkeit untergraben; das Pariser Klimaabkommen sei einseitig und unfair.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Warnschild in Ludwigsburg

          Debatte im Bundestag : Wer der Feind ist

          Kritik ist berechtigt und nötig. Eine „Corona-Diktatur“ ist Deutschland aber nicht. Auch die Opposition sollte in diesen Zeiten nicht überreagieren.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.