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Biden nominiert Kamala Harris : Schon kommt von Trumps Team die erste Breitseite

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Er halte es für schwierig, „jemanden auszuwählen, der so respektlos ist“, sagt Trump über die Nominierung von Kamala Harris als Vize von Joe Biden. Bild: AP

Biden und Harris passten „perfekt zusammen“, seien aber „falsch für Amerika“, heißt es in einem Video, das Trump kurz nach der Nominierung der Vize-Kandidatin veröffentlicht. Harris sei „verlogen“ und wolle sich mit der radikalen Linken verbünden.

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          Kurz nachdem der designierte Präsidentschaftskandidat der amerikanischen Demokraten Joe Biden Kamala Harris zu seiner Vize-Kandidatin nominiert hat, folgt der Angriff der Gegenseite. Die Entscheidung ist erst wenige Minuten öffentlich, da verbreitet Trumps Wahlkampfteam ein Video. Harris fordere Billionen an neuen Steuern, heißt es darin. „Slow Joe“, der „langsame Joe“, sei nicht klug genug, um Harris zu durchschauen – und überlasse „Kamala“ die Regentschaft, während sie sich mit der „radikalen Linken“ verbünde. Die beiden passten „perfekt zusammen“, seien aber „falsch für Amerika“, heißt es weiter. Trump teilte das Video auf seinem Twitter-Profil zunächst ohne einen weiteren Kommentar.

          Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus zeigte er sich am Dienstag (Ortszeit) „ein bisschen überrascht“ über Bidens Entscheidung für Harris. Sie habe sich bei den Vorwahlen der Demokraten schließlich „sehr respektlos gegenüber Joe Biden“ verhalten. Er halte es für schwierig, „jemanden auszuwählen, der so respektlos ist“. Im Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur waren Biden und Harris vergangenes Jahr noch Konkurrenten – und lieferten sich teils emotionale Auseinandersetzungen.

          Trump zeihte Harris zudem der Lüge. „Sie hat gelogen. Sie hat Dinge gesagt, die nicht wahr waren.“ Nähere Angaben dazu, was er genau meinte, machte der amerikanische Präsident nicht. Harris wolle die Militärausgaben senken und sei gegen die Erdgas-Förderung per Fracking, behauptete er. Und verpasste der Frau an Bidens Seite direkt einen neuen Spitznamen: „Phony Kamala“ – „verlogene Kamala“.

          Es ist jedoch fraglich, wie erfolgreich diese Attacken sein werden. Im Vergleich bietet die 55 Jahre alte Politikerin deutlich weniger Angriffsfläche als andere Frauen, die als Bidens „running mate“ im Gespräch waren. Sie vertritt keine linken Positionen wie die Senatorin Elizabeth Warren, steht dem moderaten Biden stattdessen politisch sehr nah. Sie ist kein Gesicht der Obama-Regierung wie die frühere Nationale Sicherheitsberaterin Susan Rice, gegen die sich die Republikaner zuletzt bereits mit alten Vorwürfen in Stellung gebracht hatten. Sie hat sich nicht sozial auf Kuba engagiert wie die Kongressabgeordnete Karen Bass, der Trumps Wahlkampfteam vorwarf, Castros Kommunismus nach Amerika zu bringen.

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