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Kann Trump noch einmal den Umfragen trotzen?

Von ANDREAS ROSS (Text) und JENS GIESEL (Grafiken)
17. Oktober 2020

Die Kurven sehen bestens aus für Joe Biden. Dürfen die Demokraten ihnen diesmal trauen? Welche Konsequenzen die Meinungsforscher aus den Fehlern von 2016 gezogen haben – und welche neuen Risiken lauern.

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden führt in nationalen Umfragen derzeit deutlicher denn je und hat im Oktober auch in wesentlichen „Schlachtfeldstaaten“ wie Pennsylvania, Michigan, Wisconsin und auch Florida seinen Vorsprung ausgebaut. Das sind gute Nachrichten für die Demokraten – aber können sie sich darauf verlassen? 

Nach der Erfahrung von 2016, als fast alle Beobachter einen Sieg der Demokratin Hillary Clinton über Trump erwarteten, ist die Skepsis groß. Wer die Wahlnacht von 2016 als Schock erlebte, der lässt sich auch heute nicht damit beruhigen, dass Bidens Werte noch besser aussehen als die von Clinton vor vier Jahren. Im ganzen Jahr gab es keinen Zeitpunkt, an dem Trump vor Biden gelegen hätte. Der Rückstand des Republikaners ist zweieinhalb Wochen vor der Wahl noch deutlich größer als 2016.

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