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Vorsicht, Trump! : Bei den Republikanern liegen die Nerven blank

  • -Aktualisiert am

Präsident Donald Trump macht Wahlkampf in Muskegon, Michigan, am Samstag. Bild: AFP

Trump provoziert, wo er kann und schießt selbst gegen seine eigenen Parteigenossen. Senatoren gehen offen auf Distanz zu ihm. In der „Grand Old Party“ kämpft inzwischen jeder für sich.

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          Es ist nicht ungewöhnlich, dass gut zwei Wochen vor einer Präsidentenwahl die Anspannung in den Wahlkampfzentralen zunimmt, Krisensitzungen einberufen und Mahnungen aus dem Hauptquartier an die Basislager geschickt werden. So warnte Jen O’Malley Dillon, Joe Bidens Wahlkampfleiterin, dieser Tage vor Selbstgefälligkeit: Man dürfe im Schlussspurt nicht nachlassen, schrieb sie in einem Vermerk an Geldgeber mit Blick auf den Umfragevorsprung des demokratischen Präsidentschaftskandidaten. Die traurige Wahrheit sei: Donald Trump könne das Rennen immer noch gewinnen. Alle Indikatoren sprächen dafür, dass sich die Sache „in letzter Sekunde“ entscheide.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Bei den Republikanern ist Selbstgerechtigkeit nicht das Problem. Als Jared Kushner, Schwiegersohn des Präsidenten und Koordinator seiner Wiederwahlkampagne im Weißen Haus, am Donnerstag im Hauptquartier in Washington zur Krisensitzung lud, ging es unter anderem darum, Differenzen zwischen Bill Stepien, Trumps Wahlkampfleiter, und Ronna McDaniel, der Bundesgeschäftsführerin der Republikanischen Partei, zu beseitigen. Auch derlei Konflikte sind im Schlussspurt des Wahlkampfs normal: Es geht dann häufig darum, in welchem umkämpften Bundesstaat es dringlicher sei, die Fernsehwerbung hochzufahren, oder wo der Präsident unbedingt noch ein, zwei Kundgebungen abhalten müsse.

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