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Vor Landtagswahl : CDU und SPD im Saarland Kopf an Kopf

  • Aktualisiert am

Linke, CDU und SPD: Die Spitzenkandidaten Lafontaine, Kramp-Karrenbauer und Rehlinger Bild: dpa

Noch vor ein paar Monaten schien CDU-Amtsinhaberin Annegret Kramp-Karrenbauer gute Chancen auf eine Wiederwahl zu haben. Mit dem „Schulz-Effekt“ ist der Ausgang der Landtagswahl wieder völlig offen.

          Der „Schulz-Effekt“ beschert der SPD im Saarland nach einer neuen Umfrage ein kaum noch erwartetes Kopf-an-Kopf-Rennen mit der lange klar favorisierten CDU. Im aktuellen Insa-Wahltrend für die „Bild“-Zeitung liegen die Sozialdemokraten von Anke Rehlinger wenige Tage vor der Saar-Wahl am 26. März mit 33 Prozent (plus/minus 0) nur noch zwei Punkte hinter der Union von Annegret Kramp-Karrenbauer (minus 1).

          Seit der Nominierung von Martin Schulz zum SPD-Kanzlerkandidaten Ende Januar sind die Umfragewerte für die SPD auch an der Saar von 24 auf über 30 Prozent angestiegen. Linke (13 Prozent) und FDP (5) gewinnen in der neuen Insa-Sonntagsfrage je einen Punkt hinzu, die Grünen (4) wären nicht mehr im Saarbrücker Parlament vertreten. Die AfD (6) gibt einen Punkt ab. Falls die FDP nicht in den Landtag einzöge, wäre nach den aktuellen Zahlen mit zusammen 46 Prozent das erste rot-rote Bündnis in Westdeutschland möglich - oder mit insgesamt 68 Prozent die Fortsetzung der schwarz-roten Koalition.

          Umfrage zur Landtagswahl im Saarland

          , Umfrage von:
          Quelle: wahlrecht.de Alle Ergebnisse aus Bund und Ländern

          Mehrheit der Deutschen empfindet Wechselstimmung

          Ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl im September gibt es einer Umfrage zufolge eine Wechselstimmung in Deutschland. Demnach glaubt eine Mehrheit von 59 Prozent der Befragten, dass sich ein Großteil der Deutschen einen Wechsel in der Führung der Bundesregierung wünsche. Bei der Frage nach der Wunschkoalition gehen die Präferenzen allerdings weit auseinander, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag des Magazins „Stern“ ergab.

          19 Prozent der Befragten sprachen sich für Rot-Rot-Grün aus, eine Koalition von SPD, Grünen und Linkspartei; 11 Prozent sind für ein Ampel-Bündnis aus SPD, FDP und Grünen. 18 Prozent der Wahlberechtigten würden demnach ein Bündnis von CDU/CSU, Grünen und FDP bevorzugen.

          Den meisten Deutschen - nämlich 30 Prozent - wäre allerdings eine große Koalition am liebsten. 47 Prozent aller Befragten sind der Auffassung, dass dieses Regierungsbündnis auch weiterhin von der Union geführt werden sollte, 37 Prozent hätten lieber die SPD als größeren Koalitionspartner.

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