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Wagenknechts Vergleich : Verhöhnte Terroropfer

Die Linken-Fraktionsvorsitzende Wagenknecht verhöhnt die Opfer des islamistischen Massakers in Paris. Denn sie stellt sie auf eine Stufe mit den zivilen Opfern im Kampf gegen den Terrorismus.

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          Es ist das gute Recht der Opposition, die Ansicht der Bundesregierung, der Awacs-Einsatz über der Türkei sei nichts, worüber das Parlament zu befinden habe, notfalls vor dem Bundesverfassungsgericht zur Sprache zu bringen. Was jedoch jedem mitfühlenden Zeitgenossen die Sprache verschlagen muss, ist der Versuch der Linken-Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht, zivile Opfer im Kampf gegen die Terrormiliz IS mit den Opfern der Massaker islamistischer Terroristen in Paris auf eine Stufe zu stellen.

          Auch als Nichtjurist muss man wissen, dass es unter allen Umständen ein Verbrechen ist, Unschuldige gezielt zu ermorden. Der Tod Unbeteiligter hingegen ist die Nebenwirkung einer Handlung, die möglichst vermieden werden muss – und weithin vermieden wird –, damit Gewalt legitim angewendet wird.

          Wer wider besseres Wissen von dieser Unterscheidung absieht, der verwirkt nicht de jure, aber de facto den Anspruch auf Gehör. Die Opfer des IS von Paris bis Sindschar werden derart verhöhnt, dass sich die Terrormiliz noch ermuntert fühlen könnte, Zivilisten als menschliche Schutzschilde zu nehmen.

          Daniel Deckers

          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

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