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Vorwahlen in Georgia : Ein gescheiterter Rachefeldzug und ein gedemütigter Bush

Trump wollte den ehemaligen Senator David Perdue als Gouverneur in Georgia installieren: Der scheiterte im parteiinternen Vorentscheid krachend an Amtsinhaber Brian Kemp. Bild: AFP

Trump wollte sich in Georgia an jenen Republikanern rächen, die ihn 2020 nicht zum Sieger erklärten. In den Vorwahlen scheiterten seine Kandidaten kläglich. Dafür demütigte er einen Bush.

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          Donald Trump hat sich nicht lange mit den jüngsten republikanischen Vorwahlen aufgehalten. Am Tag nach dem Amoklauf in Texas teilte der frühere Präsident mit, Amerika benötige in dieser Situation „echte Führung“. Deshalb halte er an seinem Auftritt bei der „National Rifle Association“ am Freitag fest. Die Jahrestagung der Waffenlobby findet in Houston statt, der größten Stadt in Texas, vier Autostunden von Uvalde entfernt. Er werde eine wichtige Rede halten, kündigte Trump an. Bis dahin werde er für die Opfer und die Hinterbliebenen beten. Der Secret Service teilte im Übrigen mit, dass es den Mitgliedern der Interessenorganisation während der Rede untersagt sein werde, Waffen zu tragen.

          Majid Sattar
          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Über die Vorwahlen in mehreren Bundesstaaten äußerte Trump auf seiner Plattform Truth Social lediglich, seine Wahlempfehlungen hätten sich als sehr erfolgreich erwiesen. Einige der Vorwahlen, sagte er noch, habe man aber unmöglich gewinnen können. Das bezog sich offenbar auch auf die Fehlschläge in Georgia, die ihn besonders schmerzen müssen. Sein Rachefeldzug gegen zwei führende Republikaner des Südstaates, die sich nach der Präsidentenwahl 2020 nicht an seiner „Big lie“, seiner großen Lüge über den angeblichen Wahlbetrug der Demokraten, beteiligen wollten, ist gescheitert: Gouverneur Brian Kemp und sein Innenminister Brad Raffensperger wurden am Dienstagabend von den Republikanern für die Wahlen im November wieder aufgestellt. Die von Trump unterstützten Gegenkandidaten strauchelten – Kemps Gegenkandidat David Perdue sogar kläglich.

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