Vor Lampedusa :
Italienische Marine rettet zweihundert Bootsflüchtlinge

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Rettung aus Seenot: Ein italienisches Kriegsschiff nimmt im Oktober 2013 afrikanische Schiffbrüchige auf
Vor der italienischen Insel Lampedusa hat ein italienisches Kriegsschiff ein Boot mit zweihundert Flüchtlingen aus Seenot gerettet. Rom hatte zuletzt seine Patrouillen im Mittelmeer verstärkt.

Die italienische Marine hat 200 Flüchtlinge, darunter Frauen und Kinder, von einem Boot im Mittelmeer gerettet. Ein Kriegsschiff sei den Menschen auf dem überfüllten und maroden Boot in rauer See zur Hilfe gekommen, teilte das Militär am Samstag mit. Nach Angaben des Innenministeriums in Rom kamen seit Jahresbeginn bereits 1050 illegale Einwanderer in Italien an.

Jedes Jahr versuchen tausende Flüchtlinge, über das Mittelmeer in die Europäische Union zu gelangen. Italien und Griechenland sind Hauptzielländer für Menschen, die über die Nahost-Region und Afrika in die EU wollen.

Vor Lampedusa waren im Oktober zwei Flüchtlingsboote gesunken. Dabei kamen mehr als 400 Menschen ums Leben. Seither setzt die italienische Regierung mit der Operation „Mare Nostrum“ auf den verstärkten Einsatz von Marineschiffen und Hubschraubern, um weitere Flüchtlingstragödien möglichst zu verhindern.