https://www.faz.net/aktuell/politik/vor-dem-g-20-gipfel-fahnentraegerin-merkel-15083376.html
 

Vor dem G-20-Gipfel : Fahnenträgerin Merkel

  • -Aktualisiert am

Merkel plädiert in ihrer Regierungserklärung zum anstehenden G-20-Gipfel für den Multilateralismus – und will vor allem Trump damit erreichen. Ist das die richtige Strategie?

          1 Min.

          Ein Land, das sein Geld in der Welt verdient, hat ein überragendes Interesse an einer stabilen Weltordnung und daran, dass die Dinge multilateral geregelt werden. Für Deutschland trifft das besonders zu. Und so hat Kanzlerin Merkel in ihrer Regierungserklärung zum kommenden G-20-Gipfel ein Plädoyer für den Multilateralismus und für gemeinsame Regelungen globaler Aufgaben gehalten.

          Die Fahne, die sie hochhält, soll vor allem Donald Trump erblicken. Der will ja die Vereinigten Staaten mit Isolationismus und Protektionismus zu neuer Größe führen und hat sich neulich vom Pariser Klimaabkommen verabschiedet. Die Frage, wie man darauf reagieren soll, beantworten Opposition und SPD faktisch so: mit Rudelbildung gegen Trump, mit dessen Isolierung.

          Glaubt man so wirklich, die Probleme der Welt besser lösen und, nebenbei, den Zerfall des Westens aufhalten zu können? So ginge es auch: unbeirrt an „Paris“ festhalten und dennoch versuchen, den Präsidenten von Irrwegen abzubringen. Merkel will nicht Trumps Gegenspielerin geben. Aber faktisch ist sie das. Innenpolitisch kann sich das auszahlen.

          Weitere Themen

          Verschwinden wird er sicher nicht

          FAZ Plus Artikel: Botschafter Melnyk : Verschwinden wird er sicher nicht

          Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk wird Deutschland zum Herbst verlassen. Zuletzt hat der Diplomat überzogen, stand in der Kritik. Gegenüber der F.A.Z. weist er die Vorwürfe von Antisemitismus und Polenfeindschaft zurück.

          Topmeldungen

          Warmes Wasser aus der Leitung könnte es mancherorts bald nicht mehr durchgängig geben.

          Drohender Gasmangel : Das große Frösteln beginnt

          Warmwasser morgens nur noch bis 8 Uhr, leer gefegte Regale für Brennholz und Kohle: Was der drohende Gasmangel für Verbraucher bedeutet – und wie sich Deutschland für den Winter rüstet.
          Andirj Melnyk in seinem Büro in der ukrainischen Botschaft in Berlin.

          Botschafter Melnyk : Verschwinden wird er sicher nicht

          Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk wird Deutschland zum Herbst verlassen. Zuletzt hat der Diplomat überzogen, stand in der Kritik. Gegenüber der F.A.Z. weist er die Vorwürfe von Antisemitismus und Polenfeindschaft zurück.
          Die Kosmonauten Oleg Artemjew, Denis Matwejew und Sergej Korssakow posieren auf der ISS mit der Flagge der selbsterklärten „Volksrepublik“ Luhansk.

          Russische Kosmonauten : Provokation auf der ISS

          Der Westen arbeitet in vielen Bereichen nicht mehr mit Russland zusammen. Eine Ausnahme ist die Internationale Raumstation. Doch nun gab es dort einen Zwischenfall.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.