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Vor dem G-20-Gipfel : Fahnenträgerin Merkel

Merkel plädiert in ihrer Regierungserklärung zum anstehenden G-20-Gipfel für den Multilateralismus – und will vor allem Trump damit erreichen. Ist das die richtige Strategie?

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          Ein Land, das sein Geld in der Welt verdient, hat ein überragendes Interesse an einer stabilen Weltordnung und daran, dass die Dinge multilateral geregelt werden. Für Deutschland trifft das besonders zu. Und so hat Kanzlerin Merkel in ihrer Regierungserklärung zum kommenden G-20-Gipfel ein Plädoyer für den Multilateralismus und für gemeinsame Regelungen globaler Aufgaben gehalten.

          Die Fahne, die sie hochhält, soll vor allem Donald Trump erblicken. Der will ja die Vereinigten Staaten mit Isolationismus und Protektionismus zu neuer Größe führen und hat sich neulich vom Pariser Klimaabkommen verabschiedet. Die Frage, wie man darauf reagieren soll, beantworten Opposition und SPD faktisch so: mit Rudelbildung gegen Trump, mit dessen Isolierung.

          Glaubt man so wirklich, die Probleme der Welt besser lösen und, nebenbei, den Zerfall des Westens aufhalten zu können? So ginge es auch: unbeirrt an „Paris“ festhalten und dennoch versuchen, den Präsidenten von Irrwegen abzubringen. Merkel will nicht Trumps Gegenspielerin geben. Aber faktisch ist sie das. Innenpolitisch kann sich das auszahlen.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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