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Vor Afghanistan-Konferenz in Bonn : Westerwelle verärgert über Pakistan

  • Aktualisiert am

Westerwelle empfängt den afghanischen Staatspräsidenten Karzai in Bonn Bild: dapd

Die Afghanistan-Konferenz in Bonn wird endgültig ohne Pakistan stattfinden. Außenminister Westerwelle äußerte sich gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung über das Fernbleiben Pakistans verärgert.

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          Der Bundesregierung ist es auch mit einer Intervention in letzter Minute nicht gelungen, Pakistan zur Teilnahme an der Afghanistan-Konferenz in Bonn am Montag zu bewegen. Bundeskanzlerin Merkel (CDU) hatte den pakistanischen Ministerpräsidenten Gilani vergeblich gebeten, sein Land durch den Botschafter in Deutschland vertreten zu lassen.

          Außenminister Westerwelle (FDP) äußerte sich gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.) verärgert: „Pakistan hat von einer guten Entwicklung in der Region und einem stabilen, friedlichen Afghanistan mehr zu gewinnen als jeder andere Nachbarstaat Afghanistans. Wer nicht kommt, kann seine Anliegen und Gesichtspunkte nicht direkt einbringen.“ Der Erfolg der Konferenz hänge nicht von der Teilnahme eines Landes ab.

          In Bonn werden Vertreter von gut hundert Staaten und Organisationen am Montag über die Zukunft Afghanistans beraten. Der afghanische Präsident Karzai, der der Konferenz vorsitzt, reiste mit sechzig Personen an. Westerwelle sagte, die Delegation „repräsentiert in ihrer Vielfalt Staat und Gesellschaft Afghanistans“. Diplomaten konnten jedoch keinen Vertreter benennen, der für die Taliban oder ihre Untergruppen spricht. „Von Bonn soll das Signal ausgehen, dass die Staatengemeinschaft Afghanistan auch nach dem Abzug ihrer Kampftruppen 2014 nicht im Stich lassen wird“, sagte Westerwelle weiter.

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