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Zuspitzung vor der Wahl : Die religiöse Spaltung Amerikas

Klare Verteilung: Ein Großteil der weißen Evangelikalen unterstützt Donald Trump. Bild: AP

Das amerikanische Volk ist gespaltener als je zuvor. Knapp 80 Prozent der weißen Evangelikalen unterstützen Donald Trump – Biden könnte dagegen bei den Nichtgläubigen punkten.

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          Im TV-Fernduell mit Donald Trump wurde der demokratische Präsidentschaftsbewerber Joe Biden gefragt, was man aus einer Niederlage seiner Partei abzuleiten hätte. „Es könnte bedeuten, dass ich ein lausiger Kandidat bin“, antwortete Biden. Das zumindest sei seine Hoffnung. Denn die andere Erklärung laute, dass Amerika „rassisch, ethnisch und religiös so gespalten“ sei, wie Trump sich das scheinbar wünsche.

          Reinhard Bingener

          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

          Wenige Stunden zuvor hatte am Donnerstag das Pew Research Center Erkenntnisse vorgelegt, die auf eine scharfe, religiös unterlegte Polarisierung deuten. Bei der Wahl 2016 hatte sich dies bereits angedeutet: Die Demokraten errangen damals in sämtlichen weltanschaulichen Gruppen von Atheisten bis hin zu schwarzen Protestanten eine Mehrheit. Die einzige, gewichtige Ausnahme waren Christen mit weißer Hautfarbe. Insbesondere bei weißen Evangelikalen, die mit leicht steigender Tendenz rund die Hälfte der weißen Christen ausmachen, führen die Republikaner nach aktuellen Daten weiter mit enormem Abstand: 78 Prozent dieser Gruppe wollen für Trump stimmen. Pew-Forscher Gregory Smith findet es bemerkenswert, dass die weißen Evangelikalen generell sogar „noch stärker republikanisch“ werden. Die Zustimmung für die Konservativen sei von 1994 bis heute um 17 Prozentpunkte auf 78 Prozent gestiegen. Bei den gemäßigten weißen Mainline-Protestanten und den weißen Katholiken ist der Vorsprung der Republikaner mit 53 und 52 Prozent knapper.

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