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Witwe des Senators : Cindy McCain empfiehlt Wahl von Biden

  • Aktualisiert am

Joe Biden und Cindy McCain im Februar 2018 in München Bild: dpa

Es gebe in diesem Präsidentschaftswahlkampf nur einen Kandidaten, der für amerikanische Werte stehe. Das sei Joe Biden, schreibt Cindy McCain auf Twitter. Die Empfehlung der Witwe von John McCain könnte Biden Stimmen bringen.

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          Die Witwe des Republikaners John McCain hat eine Wahlempfehlung für den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden abgegeben. „Es gibt in diesem Rennen nur einen Kandidaten, der für unsere Werte als Nation eintritt, und das ist Joe Biden“, twitterte Cindy McCain am Dienstagabend. Für ihren 2018 verstorbenen Mann sei das Land immer an erster Stelle gekommen. „Wir sind Republikaner, ja, aber vor allem Amerikaner“, schrieb McCain weiter.

          „Joe und ich sind nicht immer einer Meinung, und ich weiß, dass er und John durchaus einige leidenschaftliche Auseinandersetzungen hatten“, schrieb Cindy McCain nun. Biden sei aber ein guter und ehrlicher Mann und werde das Land mit Würde führen. Dieser antwortete in einem Tweet: „Ich fühle mich zutiefst geehrt, deine Unterstützung und deine Freundschaft zu haben. Diese Wahl ist größer als jede einzelne politische Partei.“

          „Er unterstützt die Soldaten und er weiß, was das für jemanden bedeutet, der gedient hat“, sagte Cindy McCain nach ihren Tweets in einem Telefoninterview mit mehreren Medien. „Nicht nur jemanden zu lieben, der gedient hat, er versteht auch was es bedeutet, ein Kind in die Schlacht zu schicken.“

          Hintergrund sind unter anderem Äußerungen von Präsident Donald Trump über gefallene Soldaten, die auch auf den früheren Präsidentschaftskandidaten John McCain abzielten. So soll Trump laut eines Berichts des Magazins „The Atlantic“ im Krieg getötete Truppenangehörige als „Trottel und Verlierer“ bezeichnet haben. Der Präsident wies dies zurück.

          Trump hat ohnehin ein angespanntes Verhältnis zu Mitgliedern von John McCains Familie, seitdem er dem prominenten Senator von Arizona und Kriegsgefangenen im Wahlkampf 2016 den Heldenstatus absprach. Denn McCain sei damals in Vietnam gefangen genommen worden. „Ich mag Leute, die nicht gefangen genommen wurden“, sagte Trump damals.

          Cindy McCain berief sich in dem Interview auf die jahrzehntealte Freundschaft ihrer Familie mit der von Biden. In beiden Familien haben Kinder dem Militär gedient. Dennoch hatten die McCains es bisher vermieden, Partei für Rivalen Trumps zu ergreifen.

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          Mit Cindy McCains Unterstützung könnte Biden bei Republikanern punkten, die vom Präsidenten enttäuscht sind. Der frühere Vizepräsident Biden könnte zudem einen Schub in Arizona bekommen, einem traditionell heiß umkämpften Staat, den John McCain 35 Jahre lang im Kongress vertrat. McCain genießt auch nach seinem Tod durch die Folgen eines Hirntumors im Jahr 2018 in Arizona große Achtung.

          Schon für ihren Nominierungsparteitag im August hatten die Demokraten Cindy McCain als Sympathisantin gewonnen. Sie tauchte in einem Video auf, das im Rahmen des Programms ausgestrahlt werden sollte. Darin erzählte sie von der Freundschaft zwischen Biden und ihrem Mann.

          Biden tröstete McCains Tochter Meghan öffentlich, nachdem bei deren Vater ein Hirntumor diagnostiziert wurde. Biden habe sich später oft bei ihr gemeldet, um ihr Rückhalt zu geben, berichtete Meghan. Sein eigener Sohn Beau war 2015 ebenfalls an einem Hirntumor gestorben.

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