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Kamala Harris : „Träume mit Ambition, führe mit Überzeugung“

  • -Aktualisiert am

„Träume mit Ambition“: Kamala Harris während einer Wahlkampfveranstaltung in Philadelphia am 2. November Bild: dpa

Kamala Harris’ Weg ins Vizepräsidentenamt ist eine typisch amerikanische Geschichte. Für viele ist sie bereits die nächste Präsidentin – und ein Vorbild, das Hoffnung macht.

          5 Min.

          Kamala Harris blickte nicht nur zurück. Als die gewählte Vizepräsidentin am Samstag in Wilmington vor der Siegesrede Joe Bidens zu ihren Anhängern sprach, hob sie mit Blick auf die Frauenbewegung zunächst hervor, dass sie auf den „Schultern von vielen“ stehe. Sie wandte sich aber auch an die jüngere Generation. Den Kindern Amerikas, unabhängig von ihrem Geschlecht, wolle sie sagen, das Land habe ihnen eine klare Botschaft überbracht: „Träume mit Ambition, führe mit Überzeugung, und sieh etwas in dir, was andere vielleicht nicht sehen, einfach, weil sie es noch nie gesehen haben.“ Jungen schwarzen Frauen, die den Auftritt verfolgten, standen Tränen in den Augen.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Es gehört zu den Ironien des Amerikas der Gegenwart, dass der einstige Schmelztiegel heute seine Bürger geradezu lehrt, in Kategorien zu denken: Gender, Ethnie, Religion – das ganze identitätspolitische Spektrum. So wird in diesen Tagen häufig bemerkt, in wie vielen Rubriken die 56 Jahre alte Harris die Erste im Vizepräsidentenamt sein wird: die erste Frau, die erste Schwarze, die erste Amerikanerin südasiatischer Herkunft, die Erste mit gemischten ethnischen Wurzeln. Und schließlich: Ehefrau Doug Emhoffs, des ersten „Second Gentleman“, welcher aus einer jüdischen Familie stammt – ebenfalls eine Premiere.

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