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Wie die Sender entscheiden : Wann ist die Wahl gelaufen?

Besucher einer Bar in West Hollywood verfolgen am Donnerstag auf CNN die jüngsten Ergebnisse der Auszählung. Bild: AP

Amerika hat keinen Bundeswahlleiter. Ein offizielles Ergebnis gibt es erst im Januar. Die Medien füllen die Lücke. Wie tun sie das? Warum zögern sie noch? Und: Kann Trump ihnen trauen?

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          Wer entscheidet, wann die amerikanische Präsidentenwahl gelaufen ist? Die korrekte Antwort darauf lautet: der neu gewählte Kongress in Washington, wenn er am 6. Januar das Ergebnis der Abstimmung im  „electoral college“ vom 14. Dezember zertifiziert. Streng genommen, gibt es erst dann einen „President-elect“.

          Andreas Ross

          Verantwortlicher Redakteur für politische Nachrichten und Politik Online.

          Die faktische Antwort freilich lautet seit Jahrzehnten anders: Die großen Fernsehsender und andere Medien bestimmen den Moment, in dem der Wahlsieger (in den Augen der Wähler) feststeht. Denn es gibt keine nationale Behörde oder andere „offizielle“ Instanz, die auf nationaler Ebene zusammenrechnen würde, was die Auszählungsergebnisse in den fünfzig Bundesstaaten und im Hauptstadtbezirk Washington für das Weiße Haus oder die Mehrheiten im Kongress bedeutet. Und auch die Staaten lassen sich Zeit: Nur das kleine Delaware hat schon ein offizielles Endergebnis. Kalifornien dagegen will seines erst am 11. Dezember vorlegen. Die anderen Staaten irgendwann dazwischen.

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