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Debatte in Amerika : Der Rassismus des Donald Trump

  • -Aktualisiert am

Appell an die niederen Instinkte: Donald Trump am Mittwoch in Grennville Bild: Imago

Der Präsident steht massiv in der Kritik wegen seiner Beschimpfungen von vier demokratischen Abgeordneten. Mit rassistischen Parolen spielt er schon länger.

          6 Min.

          Es ist nicht das erste Mal, dass bei Donald Trump aus einem Impuls eine Strategie wird. Der amerikanische Präsident hat Leute um sich, die dafür sorgen, Niederlagen in gefühlte Siege zu verwandelt. Wenn Trump sich um Kopf und Kragen redet und sich nach herrschender Meinung als Rassist entlarvt, dann setzen sie dem die Auffassung entgegen, ein paar „verweichlichte“ Republikaner hielten Trump lediglich eine „armselige Wortwahl“ vor. So sind sie für die nachträgliche Rationalisierung von Trumps Verhalten zuständig. Und diese Leute sitzen nicht etwa im Weißen Haus, sondern hinter Mikrofonen.

          Majid Sattar
          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Einer von ihnen ist Rush Limbaugh. Er betreibt seit Jahrzehnten das erfolgreichste Talk-Radio-Programm Amerikas und bezeichnet sich als „konservativer Meinungsmacher“. Tatsächlich ist er längst im Orbit der rechtspopulistischen Bewegung Trumps angekommen. Limbaugh ist ein Trump-Erklärer – für dessen Wählerbasis, für die Republikanische Partei und immer wieder auch für Trump selbst. Limbaugh war es, der dieser Tage Trumps jüngsten Impuls zu einer Strategie erklärte: Mitnichten sei es so, dass der Präsident bei einem Versuch, einen Richtungsstreit bei den Demokraten anzuheizen, rassistisches Denken offenbart habe.

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