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Vorwurf des Diebstahls : Trump will Untersuchung von Chinas Handelspraktiken

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Donald Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping Bild: AP

Bei den Bemühungen um eine Beilegung des Konflikts zwischen Amerika und Nordkorea könnte Peking eine wichtige Rolle zukommen. Ausgerechnet jetzt will Donald Trump Chinas Handelspraktiken untersuchen lassen.

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          Amerikas Präsident Donald Trump will offiziell eine Untersuchung von Chinas Handelspraktiken einleiten. Er wird am Montag in Washington ein entsprechendes Memorandum unterzeichnen, wie Regierungsbeamte am Samstag bestätigten. Medienberichten zufolge informierte er seinen chinesischen Amtskollegen Xi Jinping in einem Telefonat am Freitagabend (Ortszeit) vorab über den Schritt.

          Trump hatte bereits im Wahlkampf wiederholt angekündigt, dass er als Präsident gegen Chinas „unfaire“ Handelspraktiken vorgehen werde. Den Medienberichten zufolge soll es bei der Untersuchung vor allem um den Peking zur Last gelegten massiven Diebstahl geistigen Eigentums gehen. Die Vereinigten Staaten schätzen laut NBC News die Verluste für die amerikanische Wirtschaft durch gefälschte Waren, Software-Piraterie und Industriespionage auf jährlich mehr als 255 Milliarden Dollar.

          China könnte sich von Amerika betrogen fühlen

          Wie es weiter hieß, wollte Trump seinen Handelsbeauftragten Robert Lightizer bereits vor rund einer Woche anweisen, mit einer Untersuchung zu beginnen. Dann habe er es aber angesichts des seinerzeit anstehenden Votums im UN-Sicherheitsrat über verschärfte Sanktionen gegen Nordkorea wegen dessen Atom- und Raketenprogramms verschoben, um Peking nicht zu verärgern. China, ein Verbündeter und Handelspartner Nordkoreas, stimmte für die Strafmaßnahmen und ermöglichte damit ein 15:0-Votum im Sicherheitsrat.

          Die UN-Entscheidung auf Initiative der Vereinigten Staaten hatte zu einer massiven Verschärfung der Spannungen zwischen Nordkorea und Washington mit kriegerischer Rhetorik auf beiden Seiten geführt. Amerika hofft weiter darauf, dass China seinen Druck auf Nordkorea erhöht, die Tests von Langstreckenraketen zu stoppen.

          Vor diesem Hintergrund löst der Zeitpunkt der möglichen Bekanntgabe der Untersuchungen Verwunderung aus: China könne sich nach seinem Votum im Sicherheitsrat von den Vereinigten Staaten betrogen fühlen, zitierte etwa der Sender NBC News einen Experten. Allerdings hielten es Experten auch für möglich, dass Trump die Untersuchung als Hebel benutzen will, China zu einer stärkeren Zusammenarbeit in der Nordkorea-Krise zu bewegen. Die Regierungsbeamten betonten indes in einer Telefonkonferenz, zwischen beiden Themen gebe es keinen Zusammenhang.

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