https://www.faz.net/-gpf-91qhx

Sicherheitsprogramme : Washington verbietet Kaspersky-Software bei Behörden

  • Aktualisiert am

Kaspersky in Moskau (Bild aus dem Jahr 2009) Bild: Reuters

Wegen angeblicher Nähe zum Kreml und den russischen Geheimdiensten darf die russische Sicherheitssoftware nicht mehr von Behörden verwendet werden. Kaspersky weist die Anschuldigungen zurück.

          1 Min.

          Die amerikanische Regierung hat Bundesbehörden die Benutzung von Software des russischen Konzerns Kaspersky verboten. Das Heimatschutzministerium erklärte am Mittwoch, man sei besorgt über Verbindungen zwischen Firmenvertretern und russischen Geheimdiensten. Es bestehe das Risiko, dass die russische Regierung den Zugang über Kaspersky-Produkte ausnutzen könne, um Informationssysteme der Behörden zu kompromittieren, hieß es in einer Mitteilung.

          Die Sicherheitssoftware von Kaspersky gewähre einen umfassenden Zugang auf Dateien und Administrationsrechte von Computern, auf denen sie installiert sei, erklärte das Ministerium weiter. Die Behörden hätten 60 Tage Zeit, um Pläne zu entwickeln, wie die Benutzung der Programme gestoppt werden könne, und 90 Tage, um diese umzusetzen. Man habe Kaspersky die Gelegenheit gegeben, zu den Bedenken Stellung zu nehmen.

          Kaspersky ist auf Sicherheits- und Anti-Viren-Programme spezialisiert. Die Software wird auch in Deutschland häufig genutzt. Kritiker werfen dem Unternehmen Verbindungen zum Kreml vor. Kaspersky weist das zurück.

          Weitere Themen

          Mit Realo-Überhang in den Wahlkampf

          Grüne in Baden-Württemberg : Mit Realo-Überhang in den Wahlkampf

          Auf die ersten 30 Listenplätze für die Bundestagswahl haben die baden-württembergischen Grünen 18 Vertreter des Realo-Flügels gewählt. Von der Neuauflage der grün-schwarzen Koalition sind noch nicht alle überzeugt.

          Nato-Einsatz in Afghanistan könnte im September enden Video-Seite öffnen

          Truppenabzug : Nato-Einsatz in Afghanistan könnte im September enden

          Nach der Festlegung Nordamerikas für den Truppenabzug aus Afghanistan rechnet Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) damit, dass nun auch die Nato sehr schnell einen entsprechenden Beschluss fassen wird. Damit könnte auch der Bundeswehr-Einsatz am Hindukusch bis zum 11. September enden.

          Topmeldungen

          Steil nach oben: Der Coinbase-Börsengang ist ein Meilenstein für Digitalwährungen.

          Kryptoboom : Coinbase ist bald wertvoller als die New Yorker Börse

          Die Handelsplattform Coinbase soll an diesem Mittwoch an die Börse gehen, das Unternehmen könnte 170 Milliarden Dollar wert sein. Was das für Bitcoin und Co. heißt und warum Anleger aufhorchen sollten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.