https://www.faz.net/aktuell/politik/von-trump-zu-biden/was-war-der-erste-infektionsort-mit-dem-coronavirus-16728222.html
Bildbeschreibung einblenden

Theorien zum Coronavirus : Zurück zur Ursprungsfrage

Sicherheitspersonal patrouilliert Ende Januar vor dem bereits geschlossenen Huanan-Markt in Wuhan. Bild: AFP

Donald Trumps Haussender „Fox News“ befeuert die Theorie, das Coronavirus stamme aus einem Labor in China. Der amerikanische Präsident gibt sich dazu überraschend einsilbig - und auch Peking will von dem Thema ablenken.

          4 Min.

          Eigentlich ist die Theorie nicht neu. Bei der Suche nach Antworten auf die Frage, woher das Coronavirus stammt und wie es auf den Menschen übertragen wurde, tauchte schon früh die These auf, der Tiermarkt von Wuhan sei womöglich doch nicht der primäre Infektionsort gewesen. Schon zu einer Zeit, als sich die Pandemie im Wesentlichen auf die Provinz Hubei beschränkte, war von Laborversuchen an Fledermäusen und chinesischen Biowaffen die Rede. Vieles blieb undurchsichtig, Wissenschaftler bezweifelten die These, von Verschwörungstheorien war die Rede.

          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.
          Majid Sattar
          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Am Mittwoch erreichte die Theorie trotz allem das Weiße Haus. Ein Journalist sprach den Präsidenten darauf an, dass man „in der amerikanischen Regierung“ nunmehr „überzeugt“ sei, dass das Coronavirus aus einem Labor in Wuhan stamme. Sein Sender, der Donald Trump nahestehende Kanal „Fox News“, verfüge über mehrere Quellen, lasche Sicherheitsbestimmungen hätten dazu geführt, dass eine Praktikantin sich in dem Labor mit dem Virus infiziert und später ihren Freund angesteckt habe. Später seien beide auf den Tiermarkt gegangen, wo sich das Virus habe verbreiten können. Ob er, Trump, diese Sichtweise teile?

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Langfristig kein gutes Geschäft: Gas aus einer russischen Gazprom-Pipeline

          Abhängigkeit von Putin : Der Mythos vom billigen russischen Gas

          Deutschland hat trotz der Pipeline-Importe in der Vergangenheit mehr für Erdgas bezahlt als viele andere Länder, zeigt eine neue Berechnung. Eine Rechtfertigung für die Abhängigkeit von Putin scheint damit zerstört.
          Frankfurt im Sommer. Städte ohne Pflanzen muten den Menschen starke Hitze zu.

          Hitzewelle : Städte des Grauens

          Städte ohne ausreichend Bepflanzung werden im Sommer unerträglich heiß. Angesichts der häufiger auftretenden Hitzewellen müssen sie dringend neu geplant werden. Was es braucht: mehr Grün und mehr Wasser.