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Trump oder Biden? : Was die Wahl für die deutsche Sicherheitspolitik bedeutet

Bei der Feier anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Nato im Dezember 2019: Kanzlerin Merkel und Donald Trump Bild: dpa

Die militärische Partnerschaft zwischen Deutschland und Amerika litt unter Trump enorm. Vier weitere Jahre würden wohl irreparable Schäden anrichten.

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          Das deutsch-amerikanische Verhältnis ist seit 2017 von einem Tiefpunkt zum nächsten gelangt. Das galt auch für die transatlantischen Sicherheitsbeziehungen. Immer weniger wurde zuletzt in den Streitkräften gemeinsam geübt, immer seltener trafen sich deutsche und amerikanische Verteidigungspolitiker. Immer härter wurden die Schläge, die Präsident Donald Trump, aber auch Verteidigungsminister Mark Esper dem Bündnis und ganz besonders Deutschland versetzten.

          Peter Carstens

          Politischer Korrespondent in Berlin

          Manches war mit der Corona-Pandemie zu begründen, etwa die geringe Zahl bilateraler Treffen oder auch die Absage des transatlantischen Manövers „Defender 2020“. Mit dem wollte die amerikanische Armee beweisen, dass im Ernstfall innerhalb kürzester Zeit mehr als 30.000 amerikanische Soldaten an die Ostseite der Nato verlegt werden können. Deutschland sollte Drehscheibe der Truppenbewegungen sein. Als die Corona-Lockerungen wieder mehr gemeinsames Üben zuließen, wurde manches nachgeholt, etwa im Juni bei der Übung „Allied Spirit“ mit rund 6000 polnischen und amerikanischen Soldaten und im August bei der Übung „Noble Partner“ in Georgien. Beide fanden ohne deutsche Beteiligung statt.

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