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Unregelmäßigkeiten in Amerika? : Mit diesen Argumenten zieht Trump vor Gericht

Detroit: Drinnen zählen Wahlhelfer, beobachtet von Vertretern der Kampagnen. Draußen hämmern Anhänger Trumps an die Scheiben, weil sie Betrug befürchten. Bild: AFP

Der Präsident beharrt darauf: Nur weil das Biden-Lager betrüge, verliere er seinen Vorsprung in wichtigen Staaten. Vor Gericht braucht er bessere Argumente. Was ist seinen Anwälten eingefallen?

          9 Min.

          Am späten Mittwochnachmittag, die Sender hatten gerade Joe Bidens Sieg in Michigan erklärt, fasste Präsident Donald Trump seine Strategie in dieser Twitter-Botschaft zusammen: „Für die Zwecke des ,electoral college‘ beanspruchen wir den (Sieg im) Staat Pennsylvania (das keine Rechtsbeobachter zulässt), den Staat Georgia und den Staat North Carolina, in denen Trump jeweils einen GROSSEN Vorsprung hat. Außerdem beanspruchen wir hiermit den Staat Michigan wenn dort, wie weithin berichtet wurde, heimlich eine große Anzahl Wahlzettel abgeladen wurde!“

          Andreas Ross

          Verantwortlicher Redakteur für politische Nachrichten und Politik Online.

          Weder in dieser Botschaft noch in irgendeinem der vielen anderen Trump-Tweets des langen Mittwochs kam noch der Supreme Court vor. Bei seinem bisher einzigen Auftritt nach der Wahl am frühen Mittwochmorgen hatte es dagegen noch gewirkt, als setze der Präsident alle Hoffnungen auf das Oberste Gericht, an das er exakt eine Woche vor der Wahl eine weitere konservative Richterin berufen hatte.

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