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Wahl in Amerika : Wie Afroamerikaner über Trump denken

Der Friseur Vic McCoy lebt seit mehr als 40 Jahren in Detroit im Bundesstaat Michigan. Bild: Daniel C. Schmidt

Schwarze Amerikaner könnten die Wahl entscheiden. „Was zum Teufel habt ihr zu verlieren?“, fragte sie Donald Trump noch vor vier Jahren. „Unser Leben“, sagt eine Aktivistin heute. Ein Ortsbesuch in Cleveland und Detroit.

  • -Aktualisiert am
          7 Min.

          Dieser Sommer in den Vereinigten Staaten, das ist kein Geheimnis, war für niemanden normal. Wie denn auch, mit Corona und den Kontaktbeschränkungen? Für eine Bevölkerungsgruppe war das Jahr umso mehr besonders. Am 25. Mai, als sich das Virus über Amerika verbreitete, kniete der weiße Polizeibeamte Derek Chauvin am Straßenrand einer vielbefahrenen Kreuzung in Minneapolis auf dem Nacken von George Floyd – für acht, neun qualvolle Minuten. Danach sollte nichts mehr sein wie zuvor.

          Städte gingen bei Demonstrationen in Flammen auf, wochenlang brodelte es in Amerika, weltweit setzten sich Proteste für mehr Gleichberechtigung und gegen systematischen Rassismus ein. Irgendwas wirkte anders, heftiger, gewaltiger: Von einem Kulturwandel war die Rede, von Amerikas Abrechnung mit seiner eigenen rassistischen Vergangenheit.

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