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Wahl in Amerika : Die Tücken bei der Stimmabgabe

  • -Aktualisiert am

Vor dem Gebäude der Wahlbehörde des Landkreises Cuyahoga in der Stadt Cleveland im Bundesstaat Ohio nimmt ein Mann Briefwahlunterlagen entgegen. Bild: AFP

Der Wahlkampf geht noch zwei Wochen, aber in vielen Staaten wird bereits gewählt – auch in den Swing States Ohio und Michigan. Dabei wird es den Wählern nicht immer einfach gemacht.

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          Es ist so einfach und doch so mühsam zugleich: Die Autos an der East 30th Street Ecke Chester Avenue schlängeln sich um den Block, dicht an dicht, im Schritttempo bewegen sie sich auf das mausgraue Gebäude mit den kleinen Fenstern zu. Am Parkplatz nebenan stehen ein Polizeibeamter und zwei Männer in Warnwesten vor einer schwarzen Box. Energisch winken die beiden einen Wagen nach dem anderen herbei. „Sind Sie hier, um Ihre Stimme abzugeben?“, rufen die zwei Männer durch ihre Gesichtsmasken in die Autos mit den heruntergelassenen Fenstern und nehmen einen Umschlag nach dem anderen entgegen. Jedes Mal sagen sie den gleichen Satz auf, der den Handgriff legitimieren soll, wie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung beim E-Mail-Account: „Sie sehen wie ich den Umschlag in die Wahlurne stecke, ja?“

          Wer mag, kann noch ein paar Meter weiter vorrollen und sich einen “I voted”-Sticker von einem weiteren Helfer durchs Fenster reinreichen lassen. Erst dann kommt der angestaute Verkehr hier am Gebäude der Wahlbehörde des Landkreises Cuyahoga, der zum Bundesstaat Ohio gehört, wieder in Fahrt. Die Behörde, die ihren Sitz in der Stadt Cleveland hat, hat an diesem Montagnachmittag im Oktober erst seit fünf Tagen geöffnet, um Wähler und Wählerinnen die frühe Stimmabgabe zu ermöglichen.

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