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Wahl in Amerika : Die große Angst vor der Gewalt

  • -Aktualisiert am

Arbeiter verrammeln am Wochenende Macy’s in Manhattan. Bild: Reuters

Überall in den Vereinigten Staaten bereiten sich Behörden auf gewaltsame Ausschreitungen zur Wahl vor. Und Präsident Trump gießt weiter Öl ins Feuer.

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          Für viele New Yorker ist es ein bedrückender Anblick: die Schaufenster des berühmten Kaufhauses Macy's an der 34. Straße sind mit Holz verrammelt. Vielerorts in Midtown Manhattan sieht es wieder so aus wie im Sommer, als viele Geschäfte Holzbarrikaden errichteten, um sich gegen mögliche Plünderungen am Rande antirassistischer Massendemonstrationen zu schützen. Diesmal geht die Sorge vor dem Wahlausgang am Dienstag und in den Folgetagen um: Werden Demonstranten gewalttätig? Im liberalen New York denken viele Ladenbesitzer wohl an einen Sieg von Donald Trump, der zu Frust unter seinen Gegnern führen könnte – oder auch an Versuche Trumps, das Wahlergebnis anzuzweifeln.

          In vielen anderen Gegenden des Landes macht man sich mehr Sorgen um rechte Gruppen wie die „Proud Boys“ und so genannte „Milizen“, die oft bewaffnet für Unruhe sorgen. Das FBI und das Heimatschutzministerium hatten kürzlich davor gewarnt, dass es rund um die Wahl zu Gewalttaten durch inländische Terroristen kommen könne. Dabei gehe, so FBI-Chef Christopher Wray, die größte Gefahr von Rechten und weißen Nationalisten aus. Gewalttaten von Linken wurden am Rande der Proteste im Sommer vor allem spontan verübt. Auch die Behörden weisen die Darstellung Trumps zurück, es handele sich bei „der Antifa“ um eine Organisation, die gezielt Gewalt plant.

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