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Kongresswahl in Amerika : Demokraten verteidigen Mehrheit in Repräsentantenhaus

  • Aktualisiert am

Das Kapitol in Washington Bild: dpa

Die Demokraten bleiben offenbar stärkste Kraft im amerikanischen Repräsentantenhaus. Im Senat verteidigte der republikanische Mehrheitsführer Mitch McConnell seinen Sitz.

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          Bei der amerikanischen Kongresswahl haben die oppositionellen Demokraten Fernsehsendern zufolge ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verteidigt. Die Demokraten hatten vor der Wahl vom Dienstag in der Kongresskammer eine Mehrheit von 232 der 435 Abgeordneten. Sie dürften nun vier oder fünf zusätzliche Sitze gewinnen, wie die Sender Fox News und ABC berichteten. Dafür sitzt im Repräsentantenhaus mit Marjorie Taylor Greene künftig eine Unterstützerin der umstrittenen QAnon-Bewegung. Die Jungrepublikanerin setzte sich bei der Wahl im konservativen 14. Kongressbezirk des Staats Georgia am Dienstag klar durch, zumal ihr demokratischer Kontrahent Kevin Van Ausdal überraschend im September aus dem Rennen ausgestiegen war. Als Grund hatte er einen Wegzug aus Georgia angegeben.

          In der zweiten Kongresskammer, dem Senat, verteidigte der bisherige Mehrheitsführer der Republikaner Mitch McConnell seinen Sitz. Das meldete die Nachrichtenagentur AP am Dienstagabend (Ortszeit) auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen. Die Demokraten hatten im Bundesstaat Kentucky die ehemalige Pilotin Amy McGrath (45) mit hohen finanziellen Mitteln ins Rennen gegen McConnell (78) geschickt. Sie machen sich nach Umfragen vor der Wahl Hoffnungen, die Mehrheit im Senat zurückzugewinnen.

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          Dafür jagte der Demokrat John Hickenlooper Edison Research zufolge dem republikanischen Amtsinhaber Cory Gardner den Sitz ab. Bislang haben die Republikaner im Senat eine knappe Mehrheit von 53 der 100 Sitze. Vor der Wahl galten 14 Sitze als umkämpft, daher könnte das Ergebnis noch eine Weile unklar sein.

          Der Senat bestätigt unter anderem die Kandidaten für Regierungsposten oder das Oberste Gericht, was ihn besonders wichtig für einen Präsidenten macht. Jeder Bundesstaat entsendet zwei Senatoren, bisher hielten die Republikaner eine Mehrheit von 53 der 100 Sitze.

          Am Dienstag konnten die Wähler über 35 Sitze im Senat entscheiden, davon wurden bisher 23 von Republikanern gehalten und 12 von Demokraten. Zum Stand um kurz nach 2.30 Uhr MEZ ging AP davon aus, dass sieben Senatoren der Demokraten und fünf Senatoren der Republikaner ihre Sitze verteidigen konnten. Wie viele Stimmen man im Senat für die Mehrheit braucht, hängt davon ab, wer im Weißen Haus sitzt. Denn bei einem Patt von 50 zu 50 Stimmen kann der Vizepräsident eingreifen.

          Mit der Kontrolle des ganzen Kongresses könnten die Demokraten auch bei einem Sieg von Amtsinhaber Donald Trump bei der Präsidentenwahl die Politik der Republikaners zum großen Teil blockieren.

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