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Von Bush bis Trump : Was ist aus den Republikanern geworden?

Ein Trump-Unterstützer in Miami mit einem T-Shirt, das den Präsidenten als Captain America zeigt. Bild: AFP

George H.W. Bush konnte am Wahlabend vor 28 Jahren sein Scheitern eingestehen. Donald Trump möchte nicht einmal an eine mögliche Niederlage denken. Das sagt viel aus über die Republikanische Partei.

          2 Min.

          Der letzte amerikanische Präsident, den die Wähler nicht mit einer zweiten Amtszeit betrauen wollten, war George H.W. Bush. Wie Donald Trump, dem jetzt das gleiche politische Schicksal drohen könnte als Ergebnis einer demokratischen Wahl – angesichts der imaginierten Betrugsvorwürfe des Amtsinhabers verdient das festgehalten zu werden –, war Bush ein Republikaner. Doch obwohl sie unter demselben Parteinamen firmier(t)en, trennen sie Welten: Internationalist und Freihändler der eine, Nationalist und Handelskrieger der andere; Allianzloyalist der 41. Präsident, Bündnisverächter und Diktatorenversteher der 45. Präsident; der Patron der Wiedervereinigung Deutschlands von damals gegen den Deutschland-Basher von heute.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          Redakteur in der Politik.

          Diese Spanne ist enorm, und sie zeigt auch an, wie sich die Republikanische Partei in den vergangenen Jahren verändert hat. Aus einer konservativen Partei, die früher auch moderate Positionen unter ihrem Dach versammelte, ist ein aggressiver Kampfverband geworden, der sich dem Mann im Weißen Haus, bis auf wenige Ausnahmen, unterworfen hat.

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