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Öffentlicher Abschiedsbrief : Verteidigungsminister Mattis tritt im Streit mit Trump zurück

  • Aktualisiert am

Trump und Mattis (l.) Ende Oktober 2018 im Weißen Haus Bild: Reuters

Wegen Meinungsverschiedenheiten mit Präsident Trump tritt Amerikas Verteidigungsminister Mattis zurück. Nach der Entlassung von Stabschef John Kelly galt Mattis als letzter sogenannter Erwachsener im Weißen Haus.

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          Einen Tag nach der Ankündigung eines Truppenabzugs aus Syrien durch den amerikanischen Präsident Donald Trump hat Verteidigungsminister Jim Mattis seinen Rücktritt angekündigt. In einem Brief an Trump nannte Mattis am Donnerstag  Meinungsverschiedenheiten als Grund für seinen Schritt: „Sie haben das Recht auf einen Verteidigungsminister, dessen Ansichten mehr auf einer Linie mit Ihren Ansichten sind." Es sei für ihn deswegen richtig, von seinem Amt zurückzutreten.

          Trump twitterte, Mattis werde Ende Februar mit Auszeichnung aus dem Amt scheiden. Über einen Austausch des Pentagon-Chefs, der seit rund zwei Jahren im Amt war, hatte es schon länger Spekulationen gegeben. Der Journalist Bob Woodward hatte in seinem Enthüllungsbuch „Fear“ geschrieben, Mattis habe sich mehrfach herablassend über Trump geäußert.

          Trump hatte am Mittwoch überraschend einen vollständigen Abzug der Soldaten aus Syrien angekündigt. Das stieß in Amerika, aber auch bei Verbündeten im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) auf viel Unverständnis. Mattis hatte Trump ebenso wie Außenminister Mike Pompeo und Sicherheitsberater John Bolton ausdrücklich von einem Abzug der amerikanischen Soldaten zum jetzigen Zeitpunkt abgeraten. 

          Mattis Rückzug folgt auch auf diverse Personalwechsel in Trumps Kabinett in den vergangenen Wochen. Zuletzt erst hatte Trump angekündigt, seinen Stabschef John Kelly und Innenminister Ryan Zinke auszuwechseln. Seit Trump im Weißen Haus regiert, hat es  Dutzende Personalwechsel gegeben – zu den aufsehenerregendsten gehörte die angeblich per Twitter erfolgte Entlassung von Außenminister Rex Tillerson im März. Erst im November hatte Trump seinen Justizminister Jeff Sessions zum Rücktritt gedrängt. Frühere Mitarbeiter des Weißen Hauses haben in Insider-Berichten ein Bild von chaotischen Zuständen gezeichnet.

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