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Ermordeter Präsident : Trump will Kennedy-Akten freigeben

Die Ermordung von John F. Kennedy ist für viele Menschen immer noch nicht aufgeklärt. Bild: AP

Die Ermordung des amerikanischen Präsidenten Kennedy 1963 ist von zahlreichen Verschwörungstheorien umrankt. Nächste Woche sollen Akten dazu freigegeben werden, wenn Trump sich nicht anders entscheidet.

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          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat angekündigt, mehrere tausend Dokumente über die Ermordung von John F. Kennedy freizugeben. Die Papiere sind bis dato im Nationalarchiv unter Verschluss. Ein Gesetz aus dem Jahr 1992 sieht jedoch vor, dass sie bis nächsten Donnerstag, 26. Oktober, freigegeben werden müssen, es sei denn, der amtierende Präsident der Vereinigten Staaten entscheidet sich dagegen.

          Oliver Kühn

          Redakteur in der Politik.

          Schon in den vergangenen Tagen gab es in den amerikanischen Medien Spekulationen darüber, ob Trump den gesamten Aktenbestand veröffentlichen lassen wird, oder ob er bestimme Schriftstücke ausnimmt. Auch könnte es sein, dass einige Stellen in Dokumenten geschwärzt freigegeben werden. Noch am Freitag hieß es auf „Politico“, der Präsident werde einige Dokumente zurückhalten. Am Samstag schrieb Trump dann auf Twitter: „Falls ich nicht weitere Informationen erhalte, werde ich, als Präsident, die lange unter Verschluss und geheim gehaltenen JFK-AKTEN freigeben.“

          Bei den Dokumenten handelt es sich vor allem um Schriftstücke aus den sechziger und siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, es sind jedoch auch welche aus den Neunzigern dabei. Das könnte auch der Grund sein, warum CIA-Chef Mike Pompeo den Präsidenten dem „Politico“-Bericht zufolge bittet, einen Teil der Akten zurückzuhalten. Der Auslandsgeheimdienst könnte argumentieren, dass durch die Freigabe aktuelle Geheimdienstoperationen gefährdet sein könnten. Ein Großteil der Akten stammt aus der CIA, dem FBI und dem Justizministerium. Es handelt sich um mehr als 30.000 Dokumente, die zum Teil noch völlig unbekannt sind, zum Teil schon in Auszügen veröffentlicht wurden.

          Besonders im Umfeld amerikanischer Verschwörungstheoretiker wird auf die Freigabe gehofft. Viele Menschen erhoffen sich Aufklärung darüber, was wirklich passiert ist am 22. November 1963 in Dallas. Die Alleinschuld von Lee Harvey Oswald ist schon lange umstritten. Der erfolgreiche Film „JFK“ von Oliver Stone aus dem Jahr 1991, der sich mit dem Fall befasste, bewegte dann den Kongress dazu, das Gesetz zu verabschieden, was eine Veröffentlichung der Dokumente nach einer Frist von 25 Jahren vorsieht.

          Falls Trump seiner Ankündigung auf Twitter auch offiziell Taten folgen lässt, könnten die Akten in den nächsten Tagen freigegeben werden. Das Nationalarchiv hat zu verstehen gegeben, dass es sämtliche Dokumente auf einmal auf seine Internetseite stellen werde, sobald es die offizielle Genehmigung erhalte.

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