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Trumps früherer Chefberater : Verfahren gegen Bannon soll im Mai 2021 beginnen

  • Aktualisiert am

Soll Geld unterschlagen haben: Trumps früherer Chefberater Steve Bannon Bild: Reuters

Donald Trumps früherer Chefstratege Steve Bannon soll mehr als eine Million Dollar aus einer Spendenaktion für den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko unterschlagen haben. Ihm soll im kommenden Jahr der Prozess gemacht werden.

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          Das Gerichtsverfahren gegen den früheren Chefstrategen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, Steve Bannon, soll im Mai nächsten Jahres in New York beginnen. Bundesrichterin Analisa Torres legte bei einer Anhörung in New York am Montag den 24. Mai als Starttermin fest. Sie warnte zugleich, dass sich das Datum verzögern könnte, weil in mehreren Gerichtssälen wegen der Corona-Pandemie Arbeiten für Schutzmaßnahmen anstünden.

          Die New Yorker Staatsanwaltschaft wirft Bannon und drei weiteren Beschuldigten vor, mehr als eine Million Dollar unterschlagen zu haben, die einfache Amerikaner für den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko gespendet hatten. Bannon war nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft der Kopf eines Komplotts. Er half 2018 eine Spendenkampagne ins Leben zu rufen, die Trump-Anhänger aufforderte, Geld für den Bau der Mauer zu spenden.

          Das Gesicht der Kampagne „We Build The Wall“ war der 2004 im Irak schwer verwundete Luftwaffenveteran Brian Kolfage, der zu den vier Verhafteten gehört. Den Hunderttausenden Spendern wurde laut Anklage weisgemacht, dass jeder Cent in eine Grenzmauer fließen werde. Deren Bau hatte eigentlich Präsident Donald Trump versprochen, doch er scheiterte daran, die Mittel vom Kongress bewilligt zu bekommen.

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          Mehr als 25 Millionen Dollar kamen für das Projekt zusammen, von dem Trump bis heute behauptet, dass Mexiko die Kosten tragen werde. Bannon habe jedoch mehr als eine Million Dollar auf eigene Konten unmgeleitet und zudem dafür gesorgt, dass Hunderttausende Dollar an Kolfage weitergeleitet wurden. Dieser habe damit sein Luxusleben finanziert, heißt es in seiner Anklage. Kolfage waren nach seiner Verwundung 2004 beide Beine und ein Arm amputiert worden. Bannon wiederum habe von dem Geld „persönliche Ausgaben“ in Höhe von mehreren hunderttausend Dollar getätigt. Ein halbes Jahr nach dem Beginn der Spendensammlung im Dezember 2018 ließ „We Build The Wall“ mit einem Teil des gesammelten Gelds einen etwa einen Kilometer langen Stahlzaun auf privatem Grund nahe der texanischen Grenzstadt El Paso errichten.

          Bannon war in der vorvergangenen Woche festgenommen worden. Er plädierte auf nicht schuldig und wurde gegen Kaution freigelassen. Am Montag plädierten auch die anderen drei Mitangeklagten auf nicht schuldigt. Die vier Beschuldigten waren per Videoschalte der Gerichtsanhörung zugeschaltet worden.

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