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Wahl in Amerika : Bundesstaat Delaware wählt erste Transgender-Senatorin

  • Aktualisiert am

Die 30 Jahre alte McBride hat sich für Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender- und queeren Menschen (LGBTQ) eingesetzt. Bild: Brendan McDermid

Sarah McBride ist als erste Transgender-Politikerin in den Senat eines amerikanischen Bundesstaates gewählt worden. Im Weißen Haus hatte sie unter dem ehemaligen Präsident Barack Obama ein Praktikum absolviert.

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          Premiere in der amerikanischen Politik: Mit der Demokratin Sarah McBride zieht erstmals eine offen lebende Transgender-Person in den Senat eines Staates ein. McBride bezwang am Dienstag in Delaware den Republikaner Steve Washington und eroberte damit einen Sitz in der Parlamentskammer des Staates, den der bisherige Amtsinhaber Harris McDowell seit 1976 innehatte. McDowell hatte sich für McBride stark gemacht.

          Den Sieg fuhr die Politikerin in einem Bezirk mit großer demokratischer Anhängerschaft ein, der sich vom Norden der Stadt Wilmington bis zur Grenze zu Pennsylvania erstreckt. In den Vereinigten Staaten gibt es etliche andere Transgender-Volksvertreter, doch ist McBride nun die erste, die ein Mandat im Senat eines amerikanischen Staates erobert hat.

          Sie hoffe, dass ein junger LGBTQ-Mensch in Delaware oder andernorts im Land auf die Ergebnisse des Wahlabends blicke und wisse, „dass unsere Demokratie auch groß genug für sie ist“, erklärte McBride. LGBTQ ist die englische Abkürzung für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer.

          Erfahrung im Washingtoner Politikbetrieb kann sie auch aufweisen: Unter Ex-Präsident Barack Obama diente sie als Praktikantin im Weißen Haus. McBride schrieb zudem schon Geschichte, als sie als erste Transgender-Person beim Nominierungsparteitag einer der Großparteien eine Rede hielt: Ihren großen Auftritt hatte sie 2016 beim Parteitag der Demokraten.

          In den Vereinigten Staaten wurden ein neuer Präsident, rund ein Drittel des Senats, das Abgeordnetenhaus, Gouverneure in elf Bundesstaaten sowie mehrere örtliche Parlamente gewählt.

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