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Amerika in der Corona-Krise : Düstere Zukunft

Nicht mehr Kandidat: Biden am 28. Oktober 2020 in Wilmington, Delaware Bild: AFP

In den Vereinigten Staaten wütet die Corona-Pandemie. Aber der scheidende Präsident macht seinem Nachfolger das Leben so schwer wie möglich. Mit tödlichen Folgen.

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          In den Vereinigten Staaten wütet die Corona-Pandemie. Die Zahlen der Neuinfizierten und die der an und mit Corona Gestorbenen übertreffen die schlimmsten Tage und Wochen zu Beginn der Krise. Der Leiter der Gesundheitsbehörde CDC sieht die schwierigste Zeit in der Geschichte der Volksgesundheit des Landes voraus – welch düsterer Blick in die Zukunft.

          Und was macht der amtierende Präsident? Er strickt und strickt und strickt, und zwar an der Legende, dass er einem ungeheuren Wahlbetrug zum Opfer gefallen sei. Keine Beweise, nur Behauptungen, die, werden sie bei Gericht vorgebracht, kurz und knapp als gegenstandslos verworfen werden.

          In dieser Krise bräuchte Amerika einen Präsidenten, der Tag und Nacht daran arbeitete, Covid-19 unter Kontrolle zu bekommen. Was das Land (noch) hat, ist ein Narziss, der vor Selbstmitleid trieft; der mit seinem unablässigen Betrugsgerede den Institutionen der Demokratie schadet; der republikanische Wahlbeamte, die ihm widersprechen, Verräter schimpft.

          Es ist bedenklich, wie fruchtbar der Boden ist, auf den Trumps Gejammer fällt. Viele seiner Anhänger halten „Corona“ nach wie vor für eine Erfindung, allenfalls für eine Erkältungskrankheit, derentwegen man kein Aufheben machen müsse. Kein Aufheben bei aktuell 274.000 Toten und 100.000 Patienten in Krankenhäusern? Wenn Joe Biden das Präsidentenamt Mitte Januar übernimmt, könnten die Zahlen noch furchterregender sein.

          Klaus-Dieter Frankenberger
          Redakteur in der Politik.

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