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Abzug aus Deutschland : Amerika schließt Vertrag zu Truppenverlegung nach Polen

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Mariusz Blaszczak (rechts), Verteidigungsminister von Polen, und Mike Pompeo, Außenminister der Vereinigten Staaten, nach der Unterzeichnung des Vertrags über die Stationierung von weiteren 1000 amerikanischen Soldaten in Polen. Bild: dpa

Derzeit haben die Vereinigten Staaten 4500 Soldaten in Polen stationiert. Nun sollen 1000 weitere hinzukommen.

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          Der amerikanische Außenminister Mike Pompeo hat ein Abkommen zur Verlegung von Truppen von Deutschland nach Polen besiegelt. Der am Samstag in Warschau mit dem polnischen Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak unterzeichnete Vertrag gestattet den amerikanischen Truppen Zugang zu zusätzlichen Militäranlagen in Polen, erlaubt eine Modernisierung und regelt die Verteilung der Kosten.

          Als Ergebnis werde es in Polen künftig nicht nur mehr Soldaten und mehr Infrastruktur der amerikanischen Armee geben, sagte Polens Präsident Andrzej Duda. „Es wird auch die Garantie verstärkt, dass unsere Soldaten im Fall jeder Gefahr – ob das nun eine Bedrohung für Polen oder für die Vereinigten Staaten ist – Schulter an Schulter stehen werden.“

          Derzeit haben die Vereinigten Staaten 4500 Soldaten in Polen stationiert. Laut einer Absprache vom vergangenen Jahr sollen 1000 weitere hinzukommen. Im Juli kündigte das amerikanische Verteidigungsministerium an, etwa 12.000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen, wovon 5600 in andere europäische Staaten verlegt werden sollen, neben Polen auch nach Italien und Belgien. Auch Kommandozentralen sollen Deutschland verlassen. So soll das Auslandshauptquartier des V. Korps im kommenden Jahr nach Polen verlegt werden.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat Deutschland immer wieder vorgeworfen, nicht wie versprochen zwei Prozent seines Bruttoinlandsproduktes für Verteidigung auszugeben, was er fälschlich als „Nato-Gebühr“ bezeichnet. Das Zwei-Prozent-Ziel ist für 2024 anvisiert. 2019 gab Deutschland 1,38 Prozent des BIP für Verteidigung aus, Italien 1,22 Prozent und Belgien 0,93 Prozent.

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