https://www.faz.net/-gpf-a2opp
Bildbeschreibung einblenden

First Lady über Corona : „Ihr seid nicht allein“

Donald Trump küsst seine Frau, nachdem Sie ihn in ihrer Rede zum Parteitag der Republikaner als Präsidenten angepriesen hat. Bild: AP

Anders als ihr Mann zeigt First Lady Melania Trump beim Parteitag der Republikaner viel Mitgefühl für die Opfer der Corona-Pandemie – und lobt den Präsidenten als erstklassigen Krisenmanager.

  • Aktualisiert am
          4 Min.

          Am zweiten Tag des Parteikongresses der Republikaner hat sich First Lady Melania Trump für die Wiederwahl ihres Mannes, des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, stark gemacht. „Wir brauchen meinen Ehemann noch weitere vier Jahre als Präsident. Er ist das Beste für unser Land, er macht keine Geheimnisse aus dem, was er denkt. Absolute Ehrlichkeit ist das, was wir von einem Präsidenten brauchen. Ich glaube an die Führungsqualitäten meines Ehemanns, uns abermals zur größten Wirtschaftsnation zurückzuführen“, sagte sie in ihrer Ansprache vor Publikum im Rosengarten des Weißen Hauses auf dem ansonsten weitgehend virtuellen Parteitag am Mittwoch.

          Zudem drückte die First Lady ihr Mitgefühl für die Opfer des Coronavirus aus. Sie sei „bewegt gewesen, auf welche Art Amerikaner in solch ungewohnten und beängstigenden Zeiten zusammengerückt sind“, sagte Melania Trump, die ihre Rede dazu nutzte, den Schmerzen über die Toten und die Schwierigkeiten für viele Familien anzuerkennen. „Ich möchte dass ihr wisst, dass ihr nicht alleine seid“, sagte sie. Mehr als 177.000 US-Amerikaner sind mit dem Coronavirus ums Leben gekommen. Ihr Ehemann, Präsident Donald Trump, werde „nicht ruhen, bis er alles getan hat, was er kann“, um den „unsichtbaren Feind“, das Coronavirus, einzudämmen. Präsident Trump ist wegen seines wiederholten Herunterspielens des Virus zu Beginn des Ausbruch und seines Umgangs mit der Pandemie kritisiert worden, insbesondere von Ärzten und anderen Mitarbeitern des Gesundheitssystems. Während Melania Trumps Rede saß Donald Trump in der ersten Reihe im Rosengarten. Die Stühle des Publikums waren nur etwa 60 Zentimeter auseinander, nicht die wegen des Virus empfohlenen 1,80 Meter. Die meisten Anwesenden, Familienmitglieder und Freunde, trugen keinen Mund-Nasen-Schutz.

          Die Rede Melania Trumps unterschied sich im Ton deutlich von der anderer beim Parteitag der Republikaner, die ein düsteres Bild zeichneten für den Fall, dass der demokratische Kandidat Joe Biden das Rennen ums Weiße Haus am 3. November gewinnt. So warnte der Wirtschaftsberater von Präsident Trump, Larry Kudlow, vor einem Abschwung der Wirtschaft im Fall eines Wahlsiegs der Demokraten. „Unsere wirtschaftliche Wahl ist klar“, sagte Kudlow am Dienstagabend mit Blick auf die Wahl im November. „Wollen Sie eine gesunde Wirtschaft, Wohlstand, Möglichkeiten und Optimismus? Oder wollen sie zu den dunklen Tagen von Stagnation, Rezession und Pessimismus zurückkehren?“ Trump tritt bei der Wahl im November gegen den Herausforderer der Demokraten, den früheren Vizepräsidenten Joe Biden, an.

          Demokraten kritisieren Wahlbeeinflussung aus dem Weißen Haus

          Der republikanische Senator Rand Paul stellte Joe Biden in einer Rede als Kriegstreiber dar. Biden habe für den Krieg im Irak gestimmt und „Kriege in Serbien, Syrien, Libyen“ unterstützt. „Ich befürchte, Biden wird sich wieder für Krieg entscheiden“, sagte Paul. „Biden wird weiterhin unser Blut und unsere Reichtümer vergeuden. Präsident Trump wird unsere Helden nach Hause bringen.“ Biden hatte 2002 tatsächlich mit der Mehrheit des amerikanischen Senats den Weg für einen Militäreinsatz im Irak durch den damaligen republikanischen Präsidenten George W. Bush gestimmt, dies wenige Jahre später aber als Fehler bezeichnet.

          Außenminister Mike Pompeo lobte Trumps Führung und plädierte für eine weitere Amtsperiode des amtierenden Präsidenten. „Dieser Präsident hat mutige Initiativen in fast allen Teilen der Welt geleitet“, sagte Pompeo von einem Dach mit der Skyline Jerusalems im Hintergrund. Ihm wird nachgesagt, selbst Ambitionen für eine Kandidatur 2024 zu hegen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Reiner Haseloff (links) und Holger Stahlknecht (beide CDU)

          Haseloff entlässt Stahlknecht : Das Magdeburger Fiasko

          Die CDU in Sachsen-Anhalt vollführt einen heißen Ritt. Es spricht viel für den Koalitionsbruch. Dann geht es bis zur Landtagswahl so weiter. Das kann nur die Scharfmacher freuen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.