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Von norwegischem Politiker : Donald Trump ist für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen

  • Aktualisiert am

Der amerikanische Präsident Donald Trump bei seiner Ankunft am Smith Reynolds Airport bei Winston-Salem in North Carolina Bild: AP

Ein norwegischer Abgeordneter hat Trump ins Spiel gebracht – wegen des Abkommens zwischen den Emiraten und Israel. Trump bedankte sich auf Twitter. Und das Weiße Haus nutzte die Gelegenheit für eine lobende Pressemitteilung.

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          Ein norwegischer Parlamentsabgeordneter hat den amerikanischen Präsidenten Donald Trump für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Christian Tybring-Gjedde von der rechtspopulistischen Fortschrittspartei lobte am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite Trumps Engagement für das Abkommen zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel. „Das Abkommen könnte den Weg freimachen für einen dauerhaften Frieden zwischen vielen arabischen Ländern und Israel“, so Tybring-Gjedde. Er hoffe, dass das Nobelkomitee beurteilen könne, was Trump international erreicht hat, und nicht über etablierte Vorurteile gegenüber dem Präsidenten der Vereinigten Staaten stolpere.

          Trump reagierte auf den Vorschlag bei Twitter und schrieb: „Vielen Dank!“ Zudem retweetete der amerikanische Präsident eine Reihe von Links zu Medienberichten und Glückwünsch-Tweets. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, sagte im Fernsehsender Fox News: „Dieser Präsident hat Frieden rund um die Welt geschaffen.“

          Später veröffentlichte das Weiße Haus eine Pressemitteilung dazu und lobte darin das Abkommen als „historischen diplomatischen Durchbruch“ und „bedeutendsten Schritt Richtung Frieden im Nahen Osten in mehr als einem Vierteljahrhundert“. Trump fühle sich geehrt, im Auswahlprozess des Nobelpreiskomitees berücksichtigt zu werden.

          Trumps Berater für Nationale Sicherheit, Robert O’Brien, hatte umgehend nach der Ankündigung der Vereinbarung zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten den amerikanischen Präsidenten als „Spitzenreiter“ für den Friedensnobelpreis ins Gespräch gebracht. Trump selbst hatte bereits im vergangenen Jahr gesagt, er würde den Nobelpreis „für viele Sachen“ bekommen – „wenn man sie fair vergeben würde, was nicht der Fall ist“. Trumps Vorgänger Barack Obama war bereits zu Beginn seiner Amtszeit mit einem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.

          Christian Tybring-Gjedde von der rechtspopulistischen Fortschrittspartei lobte am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite Trumps Engagement für das Abkommen zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel.
          Christian Tybring-Gjedde von der rechtspopulistischen Fortschrittspartei lobte am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite Trumps Engagement für das Abkommen zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel. : Bild: EPA

          Für den diesjährigen Friedensnobelpreis, dessen neuer Preisträger immer im Oktober bekanntgeben wird, kommt der Vorschlag unterdessen zu spät. Ende Februar hatte das norwegische Nobelkomitee mitgeteilt, dass bis zum Ablauf der Frist 317 Kandidaten vorgeschlagen wurden.

          Vorschläge für den Friedensnobelpreis können von zahlreichen Personen eingereicht werden. Neben den aktuellen und ehemaligen Mitgliedern des Komitees sowie deren Beratern haben auch frühere Preisträger und die Vorstände ausgezeichneter Organisationen ein Vorschlagsrecht. Außerdem können die Mitglieder der Regierung, des Parlaments sowie die Staatsoberhäupter souveräner Staaten Persönlichkeiten vorschlagen. Auch die Richter des Internationalen Gerichtshofs, des ständigen Schiedshofs in Den Haag, Professoren verschiedener Fachrichtungen, Leiter von Universitäten sowie Friedensforschungsinstitute können mögliche Preisträger benennen.

          In einer früheren Version dieses Textes hieß es, Trump sei für den Nobelpreis nominiert worden. Um deutlicher zu machen, dass es sich dabei noch nicht um eine Entscheidung oder Vorauswahl durch das Nobelpreiskomitee handelt, haben wir uns später für den Begriff „vorschlagen“ entschieden.

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