https://www.faz.net/-gpf-a18ie

Im Falle eines Wahlsiegs : Biden würde als Präsident wohl Abzugspläne aus Deutschland prüfen

  • Aktualisiert am

Neustart in Sachen Truppenabzug? Joe Biden will die Verkleinerung der amerikanischen Streitkräfte in Deutschland im Falle eines Wahlsiegs prüfen. Bild: AP

Schon die Art der Entscheidungsfindung sei problematisch gewesen, sagt Bidens außenpolitischer Berater Antony Blinken. Aber der demokratische Präsidentschaftskandidat habe auch ein tiefgreifendes inhaltliches Problem damit.

          1 Min.

          Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Joe Biden würde einem Berater zufolge bei einem Wahlsieg die Entscheidung von Amtsinhaber Donald Trump zu einem Truppenabzug aus Deutschland prüfen. „Wir würden alle Entscheidungen überprüfen, die Präsident Trump getroffen hat, einschließlich dieser“, sagte Antony Blinken, Bidens Berater für Außenpolitik, der Nachrichtenagentur Reuters in einem am Mittwoch geführten Interview.

          Die Probleme fingen mit der Art an, wie die Entscheidung getroffen worden sei, sagte Blinken unter Anspielung auf das Fehlen einer Rücksprache mit der Bundesregierung. „Aber wir haben auch ein tiefgreifendes Problem mit der Sache an sich.“

          Trump hat angekündigt, die Zahl der in Deutschland stationierten amerikanischen Truppen um 9.000 auf 25.000 Soldaten senken zu wollen. Die Pläne sind im In- und Ausland auf Kritik gestoßen. Die amerikanischen Streitkräfte in Deutschland dienen der Rückversicherung der Nato-Partner gegenüber Russland. Zudem dient Deutschland als wichtigste Logistikdrehscheibe der Vereinigten Staaten außerhalb des eigenen Landes.

          Die Stationierung kostet Amerika jedes Jahr viel Geld. Deutschland hat in den vergangenen zehn Jahren knapp eine Milliarde Euro investiert, um die amerikanischen Streitkräfte vor Ort zu unterstützen.

          Weitere Themen

          Trump verklagt seine Nichte

          Wegen Enthüllungen : Trump verklagt seine Nichte

          Donald Trump will sich für die Enthüllungen über seine Finanzen rächen. Er verklagt die New York Times und seine eigene Nichte – denn die war eine wichtige Quelle.

          Topmeldungen

          In einer Reihe? Die SPD-Vorsitzenden Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken, in ihrer Mitte Kanzlerkandidat Olaf Scholz

          Esken und Kühnert : Wie viel Scholz steckt in der SPD?

          Noch herrscht zwischen Kanzlerkandidat und Parteiführung Einigkeit – nach der Wahl könnte sich das ändern. Vor allem die Jusos werden in der neugewählten Fraktion stark vertreten sein.
          Wird nun nicht mehr ausgeliefert: Ein französisches Jagd-U-Boot der Barracuda-Klasse in der Version für Australien

          Australiens Rüstungsgeschäft : Lärmende deutsche U-Boote

          Frankreich hat einst Deutschland beim australischen U-Boot-Auftrag ausgestochen. Über die Geschichte des größten Rüstungsauftrags in Australiens Geschichte.
          Donald Trump im Juli 2021

          Wegen Enthüllungen : Trump verklagt seine Nichte

          Donald Trump will sich für die Enthüllungen über seine Finanzen rächen. Er verklagt die New York Times und seine eigene Nichte – denn die war eine wichtige Quelle.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.