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Bidens Sieg, und nun? : Der Spuk ist noch nicht zu Ende

  • -Aktualisiert am

Joe Biden, „Gewählter Präsident“ („President Elect“), und Kamala Harris, „Gewählte Vizepräsidentin“ („Vicepresident Elect“), in Wilmington. Bild: dpa

Das Angebot des gewählten Präsidenten heißt Versöhnung, aber er hat es kaum selbst in der Hand. Denn schon bei den eigenen Wählern ist das nicht populär.

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          Seinen Wahlsieg versteht Joe Biden als einen Beginn: als „Anfang vom Ende der düsteren Ära der Dämonisierung in Amerika“. Ob es so kommt, hat der Demokrat kaum selbst in der Hand. Gewiss, der künftige Präsident wird politischen Gegnern mit Respekt begegnen. Er wird Twitter nicht als Mobbingmaschine benutzen. Er wird nicht die eine Bevölkerungsgruppe gegen die andere aufhetzen, nicht einer Hälfte der Bürger per se gute Absichten absprechen.

          Dass sich aber die Amerikaner, die Biden nicht gewählt haben, dieses Angebot anhören, ist nicht ausgemacht – geschweige denn, dass sie es annehmen. Und dass die Amerikaner, die Biden gewählt haben, alle erpicht auf einen Brückenschlag sind, darf man ebenfalls bezweifeln.

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