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Stahl und Aluminium : Strafzölle sollen auch für EU gelten – China kündigt Vergeltung an

  • Aktualisiert am

Schon bald von Strafzöllen betroffen? Eine Stahlfabrik in der chinesischen Provinz Hebei. Bild: Reuters

Zunächst keine Ausnahme für die EU – wohl aber für einige andere Länder: Der Wirtschaftsberater von Donald Trump gibt Details zu den Strafzoll-Plänen des amerikanischen Präsidenten preis. Erste Reaktionen darauf gibt es aus Asien.

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          In der Diskussion um Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte wollen die Vereinigten Staaten ihren Nachbarn Mexiko und Kanada eine Schonfrist einräumen. Beide Länder sollen zunächst von den Zöllen ausgenommen werden und hätten dann eine bestimmte Zeit, um über Zugeständnisse beim Freihandelsabkommen Nafta die Ausnahmen zu verlängern. Das sagte der Wirtschaftsberater von Präsident Donald Trump, Peter Navarro, am Mittwoch dem Sender Fox Business.

          Weitere Verbündete, etwa EU-Länder und Nato-Partner, sollen zunächst nicht von den Zöllen in Höhe von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium ausgenommen werden. Navarro deutete jedoch an, dass es auch für andere Länder Möglichkeiten geben könnte, nachträglich die Zölle zu vermeiden. „Wir werden das für unsere Verbündeten öffnen und sehen, ob wir das Problem lösen können“, sagte Navarro.

          Unterzeichnung diesen Donnerstag

          Trump werde eine entsprechende Proklamation an diesem Donnerstag unterschreiben, kündigte Navarro an. Damit würde für Stahl 25 Prozent und für Aluminium 10 Prozent Zollgebühren erhoben werden. Wie die „New York Times“ berichtet, würden die Änderungen nicht sofort in Kraft treten, könnten allerdings innerhalb von zwei Wochen übernommen werden.

          China kündigte für den Fall einer Verhängung von Strafzöllen eine „angemessene und notwendige Reaktion“ an. Außenminister Wang Yi sagte am Donnerstag vor Journalisten in Peking: „Einen Handelskrieg zu wählen, ist sicherlich das falsche Rezept, am Ende wirst Du nur anderen und Dir selbst schaden.“

          Der Streit um Strafzölle zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten spitzt sich seit Tagen zu. Zuletzt hatte die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström den amerikanischen Präsidenten aufgerufen, auf die angekündigten Sonder-Zölle auf Stahl und Aluminium zu verzichten.

          Bereits am Dienstag hatte Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn angekündigt, das Weiße Haus zu verlassen. Er gilt als Befürworter eines möglichst freien Welthandels – seine Entscheidung dürfte nicht spontan gewesen sein.

          Kaum Veränderung beim Euro

          Der Kurs des Euro ist nach seinen jüngsten Gewinnen am Mittwoch letztlich nur wenig von der Stelle gekommen. Im New Yorker Handel kostete die Gemeinschaftswährung mit 1,2404 amerikanische Dollar ähnlich viel wie im späten europäischen Nachmittagsgeschäft. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2417 (Dienstag: 1,2411) Dollar festgesetzt; der Dollar kostete damit 0,8054 (0,8057) Euro.

          EUR/USD

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          Im Fokus am Devisenmarkt stand – wie auch an den anderen Finanzmärkten – der drohende Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und dem Rest der Welt. Die Experten warten darauf, ob Trump seinen Ankündigungen von Strafzöllen auf Stahl- und Aluminium-Importe Taten folgen lässt. Der Konjunkturbericht der Regierung in Washington („Beige Book“) ließ die Devisenkurse ebenso kalt wie die Aktienmärkte. Auch andere Konjunkturnachrichten bewegten kaum.

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