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Rand Paul : Republikanischer Senator angegriffen und verletzt

  • Aktualisiert am

Der republikanische Senator Rand Paul bei einer Rede in Washington im Oktober Bild: REYNOLD/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Am Wochenende hat ein Nachbar den republikanischen Senator Rand Paul angegriffen und offenbar fünf Rippen gebrochen. Wann der Politiker wieder arbeiten kann, ist unklar – genau wie das Motiv hinter dem Angriff.

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          Der republikanische Senator Rand Paul ist in seiner Heimat Kentucky von einem Nachbarn angegriffen und verletzt worden. Er habe fünf gebrochene Rippen und Quetschungen an der Lunge, berichtete die „Washington Post“ am Sonntagabend (Ortszeit) unter Berufung auf das Umfeld des Politikers. Der Vorfall ereignete sich bereits am Freitag; die Polizei wurde nach eigenen Angaben wegen eines Angriffs zum Haus des Politikers gerufen.

          Doch die Details wurden erst am Wochenende bekannt. Ein 59 Jahre alter Nachbar soll Paul auf dessen Grundstück in der Stadt Bowling Green angegriffen haben, als der gerade seinen Rasen mähte. Der Nachbar, ein Anästhesist, wurde festgenommen und hat die Tat gestanden.

          Zunächst erklärte die Polizei des Bundesstaates, der Nachbar habe Paul „vorsätzlich angriffen und leicht verletzt“. Einen Grund für den Angriff nannte sie nicht. Der 54 Jahre alte Paul hatte sich im vergangenen Jahr um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner bemüht.

          „Der Fall ist nun Sache der Polizei“

          Das Magazin „Politico“ berichtete später unter Berufung auf den Haftbefehl, der Nachbar habe Paul von hinten angegriffen. Pauls Sprecherin Kelsey Cooper bestätigte „Politico“ den Vorfall. „Der Angreifer wurde festgenommen, der Fall ist nun Sache der Polizei. Senator Paul geht es gut.“

          Offenbar sind Rands Verletzungen aber schwerer als zunächst angenommen. Es sei unklar, wann Paul nach Washington zurückkehren und wieder arbeiten könne, zitierte die „Washington Post“ am Sonntag Doug Staffort, einen Berater des Senators. Paul habe große Schmerzen, seine Genesung könne sich über Monate hinziehen, so Staffort. Die Republikaner arbeiten im Kongress gerade mit Hochdruck an einer Steuerreform, im Senat ist ihre Mehrheit allerdings sehr dünn.

          Rand selbst äußerte sich am Sonntag über den Kurznachrichtendienst Twitter zu dem Vorfall. Er bedankte sich für „die Anteilnahme und die Gebete“ und erklärte, er schätze die „überwältigende Unterstützung“ nach dem „unglücklichen Zwischenfall vom Freitag“.

          Auch am Sonntag war der „Washington Post“ zufolge noch nicht klar, warum Pauls Nachbar den Politiker angegriffen hat. Beide Männer leben in Rivergreen, einer sogenannten Gated Community mit großen Anwesen an einem kleine See.

          Ein Nachbarschaftsstreit?

          Der Nachbar, wie Paul Mediziner, hat der Zeitung zufolge in der Vergangenheit eine Zeit lang im selben Krankenhaus gearbeitet wie der republikanische Senator, der einkommensschwache Bewohner des Bundesstaates dort kostenfrei behandelt. Ein Anwohner sagte der „Washington Post“, die Männer hätten „hitzige Diskussionen“ über das Thema Gesundheitsversorgung geführt.

          In den sozialen Netzwerken wird über mögliche politische Motive hinter dem Angriff spekuliert. Pauls Nachbar soll auf seiner Facebook-Seite zum Teil aggressive Beiträge gegen Präsident Trump und die Republikaner veröffentlicht haben, berichtete die Zeitung.

          Der republikanische Senator Paul ist für seine libertären Positionen bekannt. Er stimmte im Sommer gegen ein Vorhaben der Republikaner zur Ersetzung der Obamacare genannten Gesundheitsreform des ehemaligen Präsidenten Barack Obama – weil ihm die Einschnitte nicht weit genug gingen. Dem Senator zufolge sollte sich der Staat ganz aus dem Versicherungsmarkt heraushalten. Die Gesetzesvorlage sah das damals nicht vor und Paul stimmte gegen sie.

          Drohungen und Übergriffe wie der auf Rand Paul häufen sich laut der „Washington Post“. Sie richten sich demnach sowohl gegen Abgeordnete der Demokraten als auch gegen jene der Republikaner. Tausende Fälle von Drohungen wären bislang von Sicherheitsbeamten des Kongresses untersucht worden.

          Im Juni kam es sogar zu einem gewalttätigen Übergriff: Ein Angreifer schoss auf eine Gruppe republikanischer Abgeordneter und Kongressmitarbeiter, die Baseball spielten. Der Abgeordnete Steve Scalise wurde dabei schwer verletzt.

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