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Präsident in Angst : War das Trumps letztes Wort?

  • -Aktualisiert am

Donald Trump am Donnerstag im Weißen Haus Bild: Reuters

Als hätte man ihm eine Pistole an die Schläfe gehalten: Donald Trump hat die Unruhen verurteilt und einen friedlichen Machtwechsel versprochen. Drei Gründe, warum man trotzdem nicht aufatmen kann.

          3 Min.

          Donald Trump hat eine Ansprache gehalten, als hätte ihm jemand eine Pistole an die Schläfe gehalten. Die Empörung auch langjähriger Verbündeter über den Sturm auf das Kapitol, die offenbar ernsthaften Erörterungen darüber, Trump für amtsunfähig zu erklären oder gar noch des Amtes zu entheben, verfehlten ihre Wirkung nicht.

          Trump also sprach über den „abscheulichen Angriff“ auf das Kapitol, zu dem er seine Anhänger aufgestachelt hatte. Er zeigte sich „empört“ über das „Chaos“, das er Stunden vorher noch als das Werk liebenswerter Patrioten bejubelt hatte. Er beklagte, dass „der Sitz der amerikanischen Demokratie besudelt“ wurde – also das Parlament, für das der abgewählte Präsident in seinem Leben noch kein gutes Wort übrig hatte, das er vielmehr stets verhöhnte. Trump bekundete beinah so etwas wie Mitgefühl für das amerikanische Volk, das mit der „bedrohlichen Pandemie“ konfrontiert sei, die er monatelang verharmlost hatte.

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