https://www.faz.net/aktuell/politik/von-trump-zu-biden/us-praesident-in-angst-war-das-donald-trumps-letztes-wort-17136122.html

Präsident in Angst : War das Trumps letztes Wort?

  • -Aktualisiert am

Donald Trump am Donnerstag im Weißen Haus Bild: Reuters

Als hätte man ihm eine Pistole an die Schläfe gehalten: Donald Trump hat die Unruhen verurteilt und einen friedlichen Machtwechsel versprochen. Drei Gründe, warum man trotzdem nicht aufatmen kann.

          3 Min.

          Donald Trump hat eine Ansprache gehalten, als hätte ihm jemand eine Pistole an die Schläfe gehalten. Die Empörung auch langjähriger Verbündeter über den Sturm auf das Kapitol, die offenbar ernsthaften Erörterungen darüber, Trump für amtsunfähig zu erklären oder gar noch des Amtes zu entheben, verfehlten ihre Wirkung nicht.

          Trump also sprach über den „abscheulichen Angriff“ auf das Kapitol, zu dem er seine Anhänger aufgestachelt hatte. Er zeigte sich „empört“ über das „Chaos“, das er Stunden vorher noch als das Werk liebenswerter Patrioten bejubelt hatte. Er beklagte, dass „der Sitz der amerikanischen Demokratie besudelt“ wurde – also das Parlament, für das der abgewählte Präsident in seinem Leben noch kein gutes Wort übrig hatte, das er vielmehr stets verhöhnte. Trump bekundete beinah so etwas wie Mitgefühl für das amerikanische Volk, das mit der „bedrohlichen Pandemie“ konfrontiert sei, die er monatelang verharmlost hatte.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Energiekrise : So sparen Sie mit der Gaspreisbremse

          Endlich wird klarer, wie der Ausgleich der Energiekosten wirklich funktioniert. Dabei zeigt sich: Den Verbrauchern öffnen sich überraschende Wege, um Geld zu sparen.
          Rekruten im November 2022 bei einem öffentlichen Gelöbnis auf dem Paradeplatz des Verteidigungsministeriums in Berlin.

          Lambrechts Versagen : Die Armee ist immer noch blank

          Die Bundeswehr steht heute noch schlechter da als vor dem Ukrainekrieg. Ihre Munitionsreserven würden im Kriegsfall für zwei Tage reichen. Will SPD-Ministerin Lambrecht überhaupt kampfstarke Streitkräfte?