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Fernsehduell in Amerika : Hart in der Sache, höflich im Ton

  • -Aktualisiert am

Emotionaler als ihr Konkurrent Mike Pence: die Vizepräsidentschaftskandidatin der Demokraten, Kamala Harris, am Mittwoch beim Fernsehduell Bild: EPA

Vizepräsident Mike Pence und seine Konkurrentin Kamala Harris bekommen viel Lob für etwas, das früher einmal selbstverständlich war: eine hitzige, aber zivilisierte politische Debatte.

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          Wenn Vizepräsident Mike Pence den Empfehlungen der eigenen Behörden für normale Bürger folgen würde, dann wäre er jetzt in Quarantäne. Stattdessen setzte er sich am Mittwochabend in Salt Lake City hinter eine Scheibe aus Plexiglas und traf auf Kamala Harris. Es war die einzige Debatte zwischen Pence und der kalifornischen Senatorin, die der Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Joe Biden, zu seiner Mitstreiterin erkoren hat. Dass der Präsident an Covid-19 erkrankt ist und zahlreiche Mitarbeiter und Politiker positiv getestet wurden, hatte zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zur Folge – absagen wollte man die Diskussion dennoch nicht.

          Das Coronavirus stand dann anfangs auch im Zentrum der Auseinandersetzung. Harris warf der Trump-Regierung angesichts von 210.000 Toten eklatantes Missmanagement und die Verharmlosung früh bekannter Fakten vor. Trump habe so katastrophal versagt wie kein Präsident vor ihm, sagte sie. Pence versuchte, den Angriff gegen Harris zu wenden und entgegnete, man dürfe nicht verunglimpfen, was „die Amerikaner“ in den vergangenen Monaten geschafft hätten. Aus dieser defensiven Position kam der Vizepräsident während der Debatte selten heraus, musste er doch die Politik Trumps verteidigen. Harris nutzte die Debatte auch bei anderen Themen für eine Generalabrechnung mit dem Präsidenten.

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