https://www.faz.net/-gpf-a77iv

Amerikanische Behörden : Russland steckt vermutlich hinter großangelegter Hackerattacke

  • Aktualisiert am

Das FBI geht davon aus, dass Russland hinter der jüngsten Hackerattacke auf Amerika steckt. Bild: AP

Die Sicherheitsbehörden stellen sich mit ihrer Feststellung klar gegen Äußerungen des scheidenden Präsidenten Donald Trump.

          1 Min.

          Amerikanische Ermittler haben Russland offiziell als mutmaßlichen Urheber des jüngsten massiven Hackerangriffs auf amerikanische Behörden und Unternehmen bezeichnet. Das Ziel des Einbruchs in die Datennetze sei nach bisherigen Erkenntnissen das Sammeln von Informationen gewesen, teilten am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung unter anderem die Bundespolizei FBI und der Abhördienst NSA mit.

          Die Sicherheitsbehörden stellen sich mit ihrer Feststellung, dass „vermutlich“ russische Hacker am Werk gewesen seien, klar gegen Äußerungen des scheidenden Präsidenten Donald Trump. Dieser hatte nach Bekanntwerden der Attacke ohne Belege behauptet, es hätte ja auch China dahinter stecken können. Unterdessen zeigten sich IT-Sicherheitsexperten von Anfang an von der russischen Spur überzeugt - und auch Außenminister Mike Pompeo und der inzwischen abgetretene Justizminister William Barr äußerten sich entsprechend.

          Die großangelegte Attacke war von der IT-Sicherheitsfirma FireEye aufgedeckt worden, die selbst Ziel der Hacker geworden war. Die Angreifer hatten sich Zugang zu den Netzen über vielerorts genutzte Wartungssoftware der Firma SolarWinds verschafft und waren über Monate unentdeckt geblieben. Damit ist der Fall ein peinlicher Rückschlag für amerikanische Sicherheitsdienste.

          Während insgesamt rund 18.000 Kunden von SolarWinds betroffen seien, habe es nicht bei allen von ihnen danach verdächtige Aktivitäten in den Netzwerken gegeben, hieß es in der Erklärung am Dienstag. Darunter seien weniger als zehn amerikanische Regierungsbehörden gewesen. Nach ersten Informationen waren die Hacker unter anderem in Systeme des Finanzministeriums und des Energieministeriums eingedrungen. Eine der Sorgen war danach, dass sie dabei zum Beispiel Angriffssoftware für Attacken auf das amerikanische Stromnetz eingeschleust haben könnten.

          Weitere Themen

          Konservativer Lasso gewinnt Präsidentschaftswahl Video-Seite öffnen

          Ecuador : Konservativer Lasso gewinnt Präsidentschaftswahl

          In der Stichwahl setzte sich der 65-Jährige konservative Ex-Banker Guillermo Lasso gegen den Linkskandidaten Andrés Arauz durch. Die neue Regierung steht vor großen Herausforderungen, denn das Andenland ist besonders hart von der Corona-Pandemie getroffen.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.