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Wahlkampf in Amerika : Trump: Biden lässt sich von dunklen Mächten lenken

  • Aktualisiert am

Schlägt zurück – mit wüsten Vorwürfen: Präsident Trump am Montag im Weißen Haus Bild: AP

Mit Verschwörungsvorwürfen reagiert der amerikanische Präsident auf Kritik von Joe Biden. Der demokratische Präsidentschaftsbewerber lasse sich von Leuten aus „einer dunklen Schattenwelt“ manipulieren, sagte Trump dem Sender Fox News.

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          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden scharf angegriffen und ihm vorgeworfen, er werde von dunklen Mächten kontrolliert. „Er ist ein schwacher Mensch, er war sein ganzes Leben lang schwach (...). Er sollte nicht für das Amt des Präsidenten kandidieren“, sagte Trump am Montagabend (Ortszeit) in einem Interview des Senders Fox News.

          In dem Gespräch brachte Trump verschwörerische Verbindungen ins Spiel. Biden und die Protestbewegung würden von Menschen manipuliert, die im Verborgenen agierten. Auf die Frage, wen er damit meine, antwortete er: „Leute, von denen man noch nie gehört hat. Leute in einer dunklen Schattenwelt.“

          Das Geld für die Proteste kommt nach Trumps Darstellung „von einigen sehr dummen reichen Leuten“. Diese hätten vergangene Woche auch eine Demonstration vor dem Weißen Haus zum Ende des Republikaner-Parteitags finanziert. Ein Teilnehmer seiner Partei habe ihm erzählt, dass in dem Flugzeug, in dem er angereist sei, zahlreiche Schlägertypen in dunklen Uniformen nach Washington unterwegs gewesen seien. Von wem diese Angaben stammten, sagte Trump nicht.

          Trump wirft dem als moderat geltenden Biden mit Blick auf die Präsidentenwahl am 3. November sowie auf die Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt immer wieder vor, eine Marionette der radikalen Linken zu sein. Biden gehört dem moderaten Flügel der Demokraten an. Er hatte sich am Montag gegen Gewalt ausgesprochen: „Unruhen sind kein Protest, Plünderungen sind kein Protest und Brände legen, ist kein Protest (...) Es ist Gesetzlosigkeit, schlicht und einfach. Und jene, die es tun, sollten strafrechtlich verfolgt werden.“

          Biden hatte Trump zuvor Unfähigkeit und ein Scheitern in der Corona-Krise sowie hinsichtlich der Gewalt in amerikanischen Städten vorgeworfen. Der Präsident schüre Gewalt und betreibe eine Politik der Angst, sagte der demokratische Präsidentschaftsbewerber.

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