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„In Absprache mit Partnern“ : Washington zieht 2200 Soldaten aus dem Irak ab

  • Aktualisiert am

Amerikanische Soldaten Ende März auf der Basis Qayyarah nahe Mossul Bild: AFP

Der amerikanische Präsident Donald Trump treibt den Truppenabzug aus dem Nahen und Mittleren Osten voran. Im Irak und in Afghanistan soll die Zahl der Soldaten jeweils stark reduziert werden.

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          Die Vereinigten Staaten wollen noch in diesem Monat ihre Truppenstärke im Irak von 5200 auf 3000 Soldaten verringern. Der Schritt erfolge „in Absprache und Zusammenarbeit mit der irakischen Regierung und unseren Koalitionspartnern“, sagte Kenneth McKenzie, Chef des amerikanischen Zentralkommandos im Nahen Osten, am Mittwoch in der irakischen Hauptstadt Bagdad. Zuvor hatte ein ranghoher Regierungsmitarbeiter am Dienstag mitgeteilt, dass der amerikanische Präsident Donald Trump in den kommenden Tagen den Abzug weiterer Truppen aus dem Irak und Afghanistan verkünden werde.

          Trump hatte im August bei einem Besuch des neuen irakischen Ministerpräsidenten Mustafa Kadhemi in Washington angekündigt, dass die amerikanischen Streitkräfte den Irak verlassen würden. Einen Zeitplan dafür nannte er aber damals nicht.

          In Afghanistan haben die Vereinigten Staaten aktuell etwa 8600 Soldaten. Das Pentagon hatte im August angekündigt, dass die Zahl bis Ende November auf unter 5000 gesenkt werden solle. Die amerikanische Regierung hatte im Februar ein Abkommen mit den radikalislamischen Taliban geschlossen, das den schrittweisen Abzug der amerikanischen Streitkräfte aus Afghanistan regelt.

          Voraussetzung für den Abzug ist aber nach Angaben der amerikanischen Regierung ein Rückgang der Gewalt in Afghanistan. Die Reduzierung der internationalen amerikanischen Truppenpräsenz ist einer von Trumps außenpolitischen Schwerpunkten. Bei der Präsidentenwahl am 3. November kandidiert der Republikaner für eine zweite Amtszeit. Sein Schritt könnten darauf abzielen, die Wähler davon zu überzeugen, dass er seine Wahlversprechen von 2016 einhalte: Trump hatte damals versprochen, „Amerikas endlose Kriege“ zu beenden. In den Umfragen liegt er derzeit hinter seinem Herausforderer Joe Biden von den Demokraten zurück.

          Anschlag auf afghanischen Vizepräsidenten

          Unterdessen entkam der afghanische Vizepräsident Amrullah Saleh nur knapp einem Mordanschlag in der Hauptstadt Kabul. „Eine Autobombe ist auf der Straße explodiert, an der der Vizepräsident vorbeifuhr“, sagte ein Berater Salehs der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Er selbst sei nicht verletzt worden, aber mehrere seiner Leibwächter. Laut Augenzeugen sollen zudem Passanten getötet worden sein. Selbst Kilometer vom Anschlagsort entfernt war noch eine Rauchwolke zu sehen.

          Kabul: Helfer bringen Verletzte nach dem Bombenanschlag vom Mittwoch ins Krankenhaus.
          Kabul: Helfer bringen Verletzte nach dem Bombenanschlag vom Mittwoch ins Krankenhaus. : Bild: Reuters

          Der Anschlag ereignete sich vor dem geplanten Beginn innerafghanischer Friedensgespräche, die in Qatar abgehalten werden sollen. Noch immer gibt es kein Datum für die Gespräche zwischen den islamistischen Taliban und der afghanischen Regierung.

          Bereits in den vergangenen Monaten wurden Politiker, Aktivisten und Religionsvertreter gezielt verletzt oder getötet. Fachleute sehen darin den Versuch, Afghanistans Zivilgesellschaft vor den geplanten Friedensverhandlungen einzuschüchtern und zu schwächen. Die Hintermänner der Attentate bleiben meist unerkannt.

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