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Streit um Atomwaffen : „Nordkorea würde sehr reich werden“ – oder schlimm enden

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Trump am Donnerstag bei einer Sitzung einiger seiner Minister und Berater mit dem Nato-Generalsekretär Stoltenberg (l.) Bild: Reuters

Donald Trump distanziert sich von seinem Sicherheitsberater John Bolton. Anders als in Libyen, gehe es in Nordkorea um ein Abkommen, das Kim Jong-un schütze. Gleichzeitig spricht Trump eine Drohung aus.

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          Donald Trump hat im Ringen mit Nordkorea versichert, im Falle eines Abkommens werde es nicht zu einer Lösung nach dem Modell Libyens kommen. Wenn Nordkorea ein Abkommen unterzeichne, werde Kim Jong-un „sehr starke Sicherheiten“ bekommen, sagte der amerikanische Präsident am Donnerstag in Washington. „Er wäre dort. Er wäre in seinem Land an der Macht. Sein Land würde sehr reich werden“, sagte Trump in Bezug auf Kim Jong-un. Damit distanzierte er sich von den Aussagen seines Sicherheitsberaters John Bolton.

          „Wenn wir keinen Deal erreichen, dann wäre das das Modell“, sagte Trump mit Blick auf die Entmachtung von Libyens früherem Machthaber Muammar al-Gaddafi, der später von Rebellen getötet wurde.

          Deswegen sei es sinnvoll, wenn Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un sich auf ein Abkommen mit den Vereinigten Staaten einlasse. „Das Libyen-Modell war ein ganz anderer Deal“, sagte Trump am Donnerstag zu Beginn eines Treffens mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg in Washington. „Wir haben Libyen vernichtend geschlagen“, sagt Trump. Dies sei nicht der Plan für Nordkorea. Er hoffe stattdessen auf ein prosperierendes Nordkorea.

          Bolton hatte vorgeschlagen, dass Nordkorea nach dem Vorbild Libyens Atomwaffen schnell an die Vereinigten Staaten der andere Länder übergeben. Die Regierung in Pjöngjang drohte daraufhin, ein geplantes Gipfeltreffen von Trump und Kim am 12. Juni platzen zu lassen. Trump geht nach eigenen Worten weiter davon aus, dass die Begegnung stattfinden wird. Man sei mit Nordkorea in Kontakt, als sei nichts passiert, sagte er am Donnerstag.

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