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Trump und Johnson : Die „American Hair Force“

Ein Künstler in Bristol hat es schon im Mai gewusst. Bild: AFP

Endlich ist klar, wer Donald Trumps Vizepräsidentschaftskandidat wird. Eine Glosse.

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          Die Frage, wer Donald Trumps Vizepräsidentschaftskandidat wird, schwelt seit Wochen. Der Mann mit der denkwürdigen Frisur hat allerdings nicht mehr viel Zeit für seine Entscheidung, nur noch bis zum Nominierungsparteitag der Republikaner in Cleveland. Dabei ist doch seit Donnerstag völlig klar, wer an der Seite von „The Donald“ in das Präsidentschaftsrennen ziehen wird: Niemand geringeres als Boris Johnson!

          Oliver Kühn
          Redakteur in der Politik.

          Es kann doch gar kein Zufall sein, dass der Lautsprecher aus New York nur drei Tage vor Johnsons Salto Mortale rückwärts ebenfalls in Großbritannien weilte. Denn Trump kann nicht nur  Johnsons außenpolitische Expertise gut gebrauchen, beglückwünschte der Mann mit den (mutmaßlich) zu kleinen Händen die Schotten doch dazu, ihre Souveränität zurückerlangt zu haben, obwohl die Highlander eindeutig für einen Verbleib in der EU gestimmt hatten.

          Außerdem nimmt es Johnson doch niemand ab, dass er sich auf einmal nicht mehr für gut genug hält, der neue Premierminister Großbritanniens zu sein. Nur die Aussicht, der zweitmächtigste Mann der Welt zu werden, dürfte den Megalomanen dazu gebracht haben, das Amt aufzugeben, für das er seiner Meinung nach geboren wurde.

          Der größte Trumpf aber, mit dem Trump Johnson am Ende überzeugen konnte, liegt eine Scheitelbreite über dem Vernunftzentrum. Denn Trumps Frisör, dieser Teufelskerl, der jeden Tag neue Kunstwerke auf Donalds Haupt kreiert, wird mit Sicherheit auch die wilde Mähne eines Boris Johnson bändigen können. Kein Wunder, dass „BoJo“ das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekam, als er am Donnerstag seinen Verzicht verkündete.

          Und komme nun niemand mit dem Argument, der strohblonde Derwisch könne gar nicht Vizepräsident werden, weil er Brite sei. Think again! Johnson wurde in New York geboren. Einem dynamischen Duo als „American Hair Force“ steht also nichts mehr im Wege. Und das in einem Land, dessen Wappentier „Bald Eagle“ – also Glatzen-Adler – heißt.

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